Heinisch-Hosek zu Führungsstil im ORF: "korrigieren, kommandieren und kontrollieren"

Frauen im ORF benachteiligt

Wien (SK) - "Wenn eine Wahl im ORF bevorsteht, ist es legitim und richtig auf Führungsschwächen der Spitzen hinzuweisen. Die Führungsschwächen von Frau Doktor Lindner sind eklatant und nachweisbar", so SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Donnerstag in einer Sondersitzung des Nationalrats. Die Grundbegriffe eines modernen Führungsstils hätten weder Lindner noch Mück begriffen. Der feudale Führungsstil der beiden zeichne sich durch "korrigieren, kommandieren und kontrollieren aus", kritisierte Heinisch-Hosek. Die SPÖ-Abgeordnete machte zudem auf die Benachteiligung von Mitarbeiterinnen im ORF aufmerksam und übte harsche Kritik an Mücks sexistischen Aussagen. ****

Wäre der ORF modern geführt, gäbe es diesen Aufschrei und die Plattform nicht, es gäbe mehr Frauen in Spitzenpositionen und es gäbe keine "verbalen Kraftmeier, wie den Herrn Mück", sagte Heinisch-Hosek. Dieser habe das Unternehmen nachhaltig geschädigt und den Gipfel der Geschmacklosigkeit längst überschritten, so die SPÖ-Frauensprecherin, die auf Mücks Aussagen "Sind Sie so naiv, oder tun Sie nur so?" - die bis zum Sexismus gehen würden, verwies. So sei für Mück der Anblick einer Mitarbeiterin nach der Babypause eine Beleidigung für die Zuseher. "Und das war noch harmlos", empörte sich Heinisch-Hosek.

Harsche Kritik übte die SPÖ-Abgeordnete auch an den Aufstiegs- und Karrierechancen für weibliche Mitarbeiterinnen sowie die Verteilung der Löhne. Auch hier seien Frauen benachteiligt. Mütter nach der Babypause würden im ORF bestraft, der Platz vor der Kamera sei nicht selten weg gewesen. "Das ist altmodisch, feudal und frauenfeindlich sowie auch die ÖVP in Österreich agiert", so Heinisch-Hosek. "So wie sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ORF Besseres verdient haben, haben sich auch die Österreicherinnen und Österreicher Besseres verdient", schloss Heinisch-Hosek. (Schluss) sk

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