E-Card: Maier warnt Bevölkerung vor fahrlässigem Hauptverband

Kritik an Rauch-Kallat - Kaum Informationen über Konsequenzen bei Kartendiebstahl

Wien (SK) - Scharfe Kritik an der "fahrlässigen Vorgangsweise des Hauptverbands" übte SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier am Donnerstag. Aus den Beantwortungen parlamentarischer Anfragen des Abgeordneten sei der Schluss zu ziehen, "dass seitens des Hauptverbands und der Gesundheitsministerin nichts unternommen wurde, um die Bevölkerung über die Gefahren im Umgang mit der E-Card zu informieren". Hochgerechnet werden pro Jahr rund 50.000 E-Cards gestohlen, 130.000 gehen verlustig. Wer den Verlust oder Diebstahl seiner Karte nicht unverzüglich meldet, muss mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen - im schlimmsten Fall müsse die Operation eines Dritten bezahlt werden, der die Karte missbräuchlich verwendet. Maier: "Während beim Verlust einer Bankomat- oder Kreditkarte jeder weiß, was er zu tun hat, lassen Hauptverband und Ministerium die Bevölkerung bei der E-Card völlig im Stich. Kein Mensch weiß, wo er den Verlust oder Diebstahl melden soll." ****

Dabei sei die Vorgangsweise grundsätzlich geregelt - in der Krankenordnung der jeweiligen Krankenkassa. Dort seien die Pflichten der Versicherten und Leistungsnehmer aufgeführt. "Die Krux ist, dass es in Österreich kaum Menschen gibt, die von der Existenz dieser Krankenordnungen wissen", so Maier. Entsprechende Informationen seitens des Hauptverbands sucht man vergeblich. "Wer ein Girokonto eröffnet, erhält die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank. Analog soll bei der E-Card die jeweilige Krankenordnung an die Versicherten übermittelt werden", forderte Maier in Richtung Rauch-Kallat. "Nur so wissen die Versicherten auch, was sie bei Verlust oder Diebstahl der E-Card zu tun haben und mit welchen Konsequenzen sie zu rechnen haben." Abschließend forderte Maier Hauptverband und Ministerin Rauch-Kallat auf, "umgehend für eine umfassende Information der Bevölkerung zu sorgen. Einfach zu behaupten, man werde im Schadensfall 'eh nicht so streng sein' kann wohl keine Lösung sein. Der Hauptverband hat jedenfalls bereits ein Thema für sein heutiges Sommergespräch." (Schluss) ah/mp

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