Schüssel: "Sozialpartnerschaft ist Standortvorteil für Österreich"

60 Jahre WKÖ: Bundeskanzler und EU-Ratspräsident Schüssel hob die Bedeutung von überparteilichen Interessenvertretungen hervor

Wien (PWK431) - Als "Standortvorteil für Österreich" bezeichnete Bundeskanzler und EU-Ratspräsident Wolfgang Schüssel in seiner Festrede zum 60. Gründungsjubiläum der Wirtschaftskammer Österreich. Und Schüssel hob die Notwendigkeit von überparteilichen Interessenvertretungen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Bauern hervor. Das Modell der rot-weiß-roten Sozialpartnerschaft fand inhaltlich auch Eingang beim EU-Frühjahrsgipfel, führte Schüssel weiter aus. Er wäre erfreut, würde das rot-weiß-rote Modell Europa längerfristig als Vorbild dienen.

In Anspielung auf den Herkules-Saal im Palais Liechtenstein in Wien, wo der Festakt stattfand, bezeichnete Schüssel die Bemühungen nach der "Stunde Null" im Jahr 1945 als "Großtat von herkulischem Ausmaß". Dafür gelte es den Menschen - Julius Raab, dem Gründer und ersten Präsidenten der Bundeswirtschaft, aber auch allen anderen, die dabei mitgewirkt haben, also der gesamten Wiederaufbau-Generation -Respekt zu zollen und Dank zu sagen. "Die Österreicherinnen und Österreicher träumten damals den ‚Traum der Freiheit’ und waren angetrieben vom Willen nach Freiheit. Dabei standen sowohl die Rechte des Einzelnen wie auch die Identität des Ganzen im Mittelpunkt.

Und die Menschen setzen diesen Traum tatkräftig in die Realität um - in gemeinsamen Anstrengungen. Diese Lehre habe man aus der 1. Republik mitgenommen: "Nämlich dass es miteinander besser geht." Dafür sei die Sozialpartnerschaft in der Vergangenheit genauso wie heute der lebendige Beweis, so Schüssel. Eine weitere Antriebsfeder in Österreich nach dem 2. Weltkrieg war, so Schüssel, "der Traum vom Wohlstand, an dem möglichst alle teilhaben sollen."

Die Anstrengungen führten stufenweise zum Erfolg, verbildlichte Schüssel: vom Wiederaufbau zur Wiedererlangung der Freiheit, der Modernisierung bis hin dem Beitritt zur Europäischen Union, deren Ratsvorsitz Österreich seit seinem Beitritt bisher bereits zwei Mal inne hatte. Damals, im Jahr 1991, sei es darum gegangen, zuerst einmal uns selber auch mit Hilfe der Sozialpartner fit zu machen. Heute liege der Fokus darauf, "die Nachbarn hereinzuholen - was mit der Aufnahme von Rumänien und Bulgarien in die EU bald abgeschlossen sein werde, so Schüssel.

Ebenfalls hob er die steigende Anzahl der Unternehmen in unserem Land und die wachsenden Exportzahlen hervor , die - nicht zuletzt dank der kräftigen Unterstützung der Außenwirtschaftsorganisation (AWO) der Wirtschaftskammer Österreich - "eine unglaubliche Erfolgsgeschichte ist."

Bundeskanzler und Ratspräsident Schüssel würdigte in seinen Ausführungen auch die Präsidenten der Bundeswirtschaftkammer seit 1946 und gratulierte dem derzeitigen höchstrangigen Funktionär der WKÖ, Präsident Christoph Leitl, stellvertretend für Funktionäre und Mitarbeiter zum 60 Geburtstag der Wirtschaftskammer Österreich, der Interessenvertretung der österreichischen Wirtschaft. (JR)

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