- 26.06.2006, 13:08:43
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Wir müssen weiter über Jugendarbeitslosigkeit diskutieren!
Jugendvertretung: Runder Tisch kann nur ein erstes Signal sein!
Wien (OTS) - "Es war ein Schritt in die richtige Richtung",
kommentiert Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Bundesjugendvertretung,
die Ergebnisse des Runden Tisches zur Jugendarbeitslosigkeit. "Die
hochkarätig besetzte Runde beweist, dass weite Kreise der
Gesellschaft erkannt haben, wie ernst die Lage der jungen Menschen am
Arbeitsmarkt ist. Wir werten dies als Signal, dass der
österreichischen Politik die Problematik der Jugendarbeitslosigkeit
bewusst und nicht egal ist."
Für die Bundesjugendvertretung als gesetzliche
Interessenvertretung der jungen Menschen in Österreich war der Runde
Tisch besonders wichtig, um der Politik ihre Forderungen und Konzepte
präsentieren zu können. Ludwig Dvorak wertet die Gespräche als
Erfolg: "Wir haben unser Ziel erreicht und konnten in einem
konstruktiven Rahmen unsere Vorschläge diskutieren und wertvolle
Inputs aufgreifen."
Allerdings bedauert die Jugendvertretung die Absenz des
Bundeskanzlers sowie der verantwortlichen MinisterInnen. "Es ist für
uns ein Wermutstropfen, dass die VertreterInnen der Bundesregierung
unseren mehrmaligen Einladungen nicht nachgekommen sind", so Dvorak,
"wir hätten es als wichtig erachtet, mit ihnen darüber zu
diskutieren, wie der Jugendarbeitslosigkeit in Österreich beizukommen
ist! Schließlich bestimmen der Herr Bundeskanzler und die
MinisterInnen die Chancen der Jugendlichen in Österreich wesentlich
mit."
Es gibt zahlreiche Anknüpfungspunkte
für gemeinsame Maßnahmen
Der Runde Tisch zeigte deutlich, dass in den wesentlichen Fragen
zahlreiche Anknüpfungspunkte und Lösungswege bestehen. Darunter
fallen einerseits verstärkte Maßnahmen der Berufsorientierung auf
unterschiedlichen Ebenen, wobei die Bundesjugendvertretung vor allem
dafür eintritt, die Berufsorientierung auf schulischer Ebene zu
intensivieren. Andererseits zeichnete sich in der Frage der
Notwendigkeit überbetrieblicher Lehrausbildungsmodelle wie z.B.
überbetrieblicher Ausbildungszentren oder Ausbildungsverbünde breite
Übereinstimmung ab.
"Natürlich ist es mit einem Runden Tisch nicht getan", fordert
Ludwig Dvorak weitere Schritte, "wir wollten damit ein wichtiges
Signal setzen und zeigen, dass es dringend nötig ist, Maßnahmen gegen
die Jugendarbeitslosigkeit zu ergreifen." Der BJV-Vorsitzende hofft,
mit dem Runden Tisch einen intensiven Diskussionsprozess auf breiter
gesellschaftlicher Basis in Gang zu setzen: "Wir wissen, in
Österreich besteht ein riesiges Problem, wenn junge Menschen keine
Lehrstelle finden oder sich mit prekären Jobs durchs Leben schlagen.
Wir wissen, wir müssen neue Lösungskonzepte entwickeln. Und wir
wissen, wir müssen den Mut haben, über Barrieren zu springen, um
jungen Menschen nachhaltige Integration am Arbeitsmarkt zu
ermöglichen!"
Der BJV-Vorsitzende hofft darauf, dass die Politik ihren Fokus
darauf richtet, den jungen Menschen in Österreich entsprechende
Perspektiven aufzuzeigen: "Wir wollen, dass die Anliegen der
Jugendlichen in Österreich ernst genommen werden. Darum finden wir es
wichtig, dass in der kommenden Wahlauseinandersetzung der Jugend und
speziell der Jugendarbeitslosigkeit entsprechende Aufmerksamkeit
gewidmet wird! Und wir fordern, dass entsprechende Lösungskonzepte
gemeinsam mit den VertreterInnen der Jugend erarbeitet werden und
sich auch im Programm der nächsten Bundesregierung niederschlagen -
wie auch immer sich diese zusammensetzen wird."
Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung Klaus Kienesberger Presse/Öffentlichkeitsarbeit Tel. 01 / 214 44 99 - 14 Mobil 0676 / 880 11 - 1146 [email protected] Web: www.jugendvertretung.at
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