Bayr: Entwicklungspolitik zum Mitmachen und Angreifen!

Arbeitsgemeinschaft Entwicklung und Politik aktiv beim Austrian Social Forum 2006

Wien (SK) - Mit drei Angeboten wird die Arbeitsgemeinschaft Entwicklung und Politik (AGEP) der SPÖ sich am Austrian Social Forum (ASF) 2006 beteiligen, das von 15. bis 17. Juni in Graz stattfindet. Petra Bayr, Vorsitzende der AGEP und entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, will an den guten Erfahrungen der letzten beiden österreichischen Sozialforen anschließen: "Information, Gedankenaustausch und das konkrete Schmieden neuer Aktivitäten gemeinsam mit den TeilnehmerInnen stehen im Mittelpunkt unserer Angebote."

Ganz konkret wird sich die AGEP mit drei Themen am ASF auseinandersetzen: Am Donnerstag ab 17.00 Uhr findet eine Infothek zum Themenkomplex HIV/AIDS statt. Dabei soll neben individuell verwertbarer Information für die Interessierten vor allem darauf eingegangen werden, welche Auswirkungen diese Krankheit auf Menschen in den Entwicklungsländern hat. Krisenregion Nummer eins bleibt nach wie vor das südliche Afrika: Dort sind 25,8 Millionen Menschen mit dem Immunschwäche-Virus infiziert. In Entwicklungsländern, besonders dem südlichen Afrika, hat die Ausbreitung von HIV/AIDS zur Folge, dass ganze Landstriche aussterben und die gesellschaftliche Infrastruktur zusammenbricht, da z.B. keine LehrerInnen mehr da sind und somit die negative Spirale von Bildungslosigkeit und Armut fortgesetzt wird, die wiederum die Gefahr von Neuinfektionen erhöht.

Am Freitag findet ebenfalls ab 17.00 Uhr ein Verschränkungsforum zum Thema Gemeinden und Entwicklungspolitik in Kooperation mit dem österreichischen Nord Süd Institut statt. Dabei soll vor allem die Frage bearbeitet werden, wie Entwicklungszusammenarbeit für MitbürgerInnen auf lokaler Ebene interessant gemacht werden kann und wie Menschen in Österreich in Aktivitäten, die Menschen im Süden zugute kommen, eingebunden werden können. Einer der erfolgreichen Wege dazu ist die Gründung von Städtepartnerschaften. Erfahrungen und Berichte über Entwicklungsaktivitäten auf Gemeindeebene runden dieses Angebot ab.

Samstags beginnt dann um 12.00 Uhr ein Verschränkungsforum von AGEP und Klimabündnis Österreich. Schwerpunkt dabei sind die negativen Effekte der Erdölförderung in Entwicklungsländern. Exemplarisch soll dies an den unvorstellbaren sozialen und ökologischen Auswirkungen der Erdölförderung im Amazonasgebiet von Ecuador festgemacht werden. "Schwarzes Gold aus grünen Wäldern" heißt die Kampagne des Klimabündnisses zu diesem Problemkomplex und gemeinsam mit den TeilnehmerInnen sollen konkrete Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden, wie wir von Europa aus die Situation in Ecuador politisch beeinflussen und die Menschen im Kampf um ihre Rechte unterstützen können.

"Ein breites Angebot und ein intensiver Dialog mit einer interessierten Zivilgesellschaft kann ein kleiner Beitrag dazu sein, das Motto des dritten ASF 'Eine andere Welt ist möglich - und wie!' Wirklichkeit werden zu lassen", ist Bayr überzeugt und freut sich auf viele fruchtbare Diskussionen am dritten österreichischen Sozialforum. (Schluss) js/mm

Infos und komplettes Programm unter www.socialforum.at

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