Neues Volksblatt: "Geldregen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom Samstag, 10. Juni 2006

Linz (OTS) - Alfred Gusenbauers Empörung über den Geldregen für Ex-BAWAG-Chef Helmut Elsner ist ein sehr plumper Versuch der SPÖ, in der ÖGB-BAWAG-Affäre ein wenig festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Es ist noch nicht lange her, da bezeichnete man seitens der Gusenbauer-SPÖ die BAWAG-Malaise bereits als erledigt. Der nunmehrige Ruf nach dem Staatsanwalt - schon deswegen eine rote Politshow, weil von der Bank ohnehin bereits eine Klage gegen Elsner angekündigt war - belegt wohl das Gegenteil.
Elsner darf man seit dem Jahr 2003 ungestraft "Raffzahn" und "Abzocker" nennen. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Denn schließlich gab es auch jemanden, der die Verträge dieses Abzockers und Raffzahns genehmigte. Egal, wie viele oder wenige Leute davon gewusst haben: Dass die Wissenden allesamt dem Dunstkreis der Gusenbauer-SPÖ angehör(t)en, ist unbestreitbar. Sie haben BAWAG und ÖGB an die Wand gefahren. Für die SPÖ ist das - vom Imageschaden abgesehen - umso bitterer, als der einstige Geldregen aus der BAWAG es dem ÖGB ermöglichte, Oppositionsarbeit für Gusenbauer & Co. zu betreiben.

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