- 09.06.2006, 14:18:14
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Eric Owen Moss lädt Peter Noever in die SCI-Arc
Southern California Institute of Architecture prämierte vier innovative Projekte für die Architekturikone Schindler House / MAK Center
Los Angeles (OTS) - Eine hochkarätig besetzte Jury prämierte heute
Nacht, 9. Juni 2006, in Los Angeles die Ergebnisse des Wettbewerbs
"Vertical Garden Project". Mit dieser Initiative unterstützt die
Architekturszene von Los Angeles Peter Noever und das MAK im
Engagement um die Architekturikone Schindler House. Mit der
Errichtung des MAK Center for Art and Architecture Los Angeles
leisteten das MAK und Direktor Peter Noever vor zwölf Jahren einen
entscheidenden Beitrag zur Erhaltung und programmatischen Belebung
des Schindler House in West Hollywood. Das revolutionäre Manifest
moderner Architektur gerät durch einen vierstöckigen Wohnblock, der
an der südlichen Grundstücksgrenze des Schindler House hochgezogen
wird, in Bedrängnis.
Eric Owen Moss, Direktor des Southern California Institute of
Architecture (SCI-Arc), lud vierzehn Designer zur Teilnahme am
Wettbewerb "Vertical Garden Competition" ein, mit dem Ideen zur
Bewahrung der Eigenständigkeit des Schindler House entwickelt werden
sollten. Das niedrig gebaute Schindler House, bekannt als erster
moderner Wohnbau, der Innen- und Außenraum vollständig integriert,
ist untrennbar mit seinem Garten verbunden. Im Zentrum stand die
Frage, wie durch Landschaftsgestaltung ein "Puffer" zwischen dem Ort
des Schindler House und dem gewaltigen, soeben entstandenen
benachbarten Baukörper geschaffen werden kann.
Die Juroren Eric Owen Moss, Direktor des SCI-Arc und Leiter von
Eric Owen Moss Architects, Peter Noever, Direktor und künstlerischer
Leiter des MAK, Chris Burden, Künstler, Los Angeles, Kimberli Meyer,
Direktorin des MAK Center for Art and Architecture Los Angeles, sowie
Michael Rotondi, RoTo Architects und Direktorium SCI-Arc, zeichneten
vier Projekte aus.
Die Eichreichungen
- "Bird Blur" von Taalman Koch Architecture und Kountzman/Coleman,
- "MAK t6 VACANT" des Teams Juan Azulay + David F. Fletcher,
- "Fake Plastic Trees" des Teams Marcelo Spina und
- "Paradox Box" des Teams Griffin Enright
übertrafen bei weitem die Erwartungen.
Zwei der vier ausgewählten Projekte verfolgen einen erstaunlich
innovativen Umgang mit der Idee einer dreidimensionalen Lösung, die
das Volumen des gesamten Schindler Areals miteinbezieht.
"Fake Plastic Trees" des Teams Marcelo Spina schlägt ein Netzwerk
gebogener und abgeschrägter PVC-Rohre vor, die Hydrokulturen Wasser
spenden und gleichzeitig Sitz- und Klettergelegenheiten für Besucher
bieten. Die Lösung stellt keine bloße Barriere dar, sondern schafft
neuen und nutzbaren Raum. Der Bezug zum Wasser und der vertikale
Charakter bilden einen ansprechenden Gegensatz zur Erd- und
Naturverbundenheit des Schindler House.
"Bird Blur" von Taalman Koch Architecture und Kountzman/Coleman
ist eine völlig überraschende Lösung, die die Natur für das Schindler
House mobilisiert. Vögelschwärme fliegen zwischen zwei Türmen hin und
her. Es entsteht der Eindruck einer paradiesisch wirkenden
Intervention. Diese völlig kinetische dynamische Lösung stellt den
baulich geringfügigsten Eingriff dar und schafft eine nicht
gegenständliche Aura.
Die Wettbewerbseinreichung "Paradox Box" des Teams Griffin Enright
schirmt auf allen Seiten gegen Nachbarwohnungen ab, indem sie das
flache Schindler House mit einem selbstbewussten Volumen, einem
Open-Air-Gebäude, umgibt. Die Lösung besteht in einer Spirale von
Doppelhelixrampen mit einem auszuhebenden unterirdischen Auditorium
und einem Dachgarten (Sky Meadow), der höher liegt als die Dachkanten
der Umgebung. Das unberührte Haus lässt sich von innen oder über eine
Reihe von Öffnungen an den Rampen erleben.
"MAK t6 VACANT" des Teams Juan Azulay + David F. Fletcher operiert
mit der Entropie eines Gerüsts von Lichtkabeln, das als
Trägerstruktur für Würgebäume dient, die in 30 Jahren einen 15 Meter
hohen Wald um das Schindler House bilden werden. Dieses Bild erinnert
an die vom Dschungel in Besitz genommenen Ruinen der Maya oder Angkor
Wat. Das Projekt unterstreicht, dass letztlich alle menschlichen
Schöpfungen der Natur unterworfen sind und steht in einem
überzeugenden Kontext zwischen Experiment und Bewahrung.
Die Ergebnisse des "Vertical Garden"-Wettbewerbs werden der
Öffentlichkeit in einer Ausstellung im SCI-Arc präsentiert, die bis
10. Juli 2006 zu sehen ist. Sie wird gemeinsam mit drei weiteren
Ausstellungen - den "AIA/LA Design Awards", "Coop Himmelb(l)au:
SKY-Arc", und "Making the Eternal New: Recent Works of Moule &
Polyzoides" - gezeigt. Eröffnet werden die Ausstellungen mit einem
gemeinsamen Empfang am 9. Juni 2006. Bedeutende Architekten und
Architekturkritiker wie Thom Mayne, Wolf Prix, Sylvia Lavin, William
Fain, Jeffrey Inaba und Frances Anderton sind geladen zu reden.
Die überzeugenden Lösungen zur "Vertical Garden Competition"
entwickelten folgende Architekten und Designer: A|UM Studio, Ed
Keller und Carla Leitao; David F. Fletcher + Juan Azulay;
Emergent/Thomas W. Wiscombe; Griffin Enright Architects; Heather
Flood, HOLA; Jeffrey Inaba; Darin Johnstone; Elena Manferdini;
Marcelo Spina - PATTERNS; Jason Payne + Ramiro Diaz-Granados;
Florencia Pita, mod; Alexis Rochas, I/O; David Erdman, servo; und
Taalman Koch Architecture gemeinsam mit Kountzman/Coleman.
Der "Vertical Garden"-Wettbewerb ermutigte zu unkonventionellen
Projekten, wie etwa zur Einbeziehung des High Tech, eines
Veranstaltungs- oder Ausstellungsraums, einer dem Ambiente
angepassten, temporären Kunstinstallation oder einem reinen
Landschaftsgarten. Über ihre Ausbildung als Architekten,
Landschaftsgärtner oder Stadtgestalter hinaus brachten die Teilnehmer
spezielle Fähigkeiten auf den Gebieten der Medien,
Ausstellungsgestaltung, Innenarchitektur, Grafik und Design, Werbung
sowie der bildenden Kunst in das Projekt ein. Begeistert von
überzeugenden Einreichungen aller Teilnehmer erklärte sich Peter
Noever spontan bereit, die Ausstellung des "Vertical Garden"-Projekts
auch im MAK Wien zu zeigen.
"Vertical Garden" ist eine Fortsetzung des Wettbewerbs
"Schindler’s Paradise: Architectural Resistance" (2003): Etablierte
wie junge Architekten entwickelten zwanzig Alternativvorschläge für
den damals noch in Planung befindlichen Wohnkomplex auf dem
Nachbargrundstück des Schindler House. Die Ergebnisse des Wettbewerbs
wurden anschließend in einer Ausstellung präsentiert.
Das SCI-Arc hat seinen Sitz in der West Third Street 960 in Los
Angeles. Informationen über Studienprogramme und Veranstaltungen im
Internet unter www.sciarc.edu oder telefonisch unter (+1-213) 613
2200.
Informationen über das MAK Center for Art and Architecture im
Internet unter www.MAKcenter.org oder telefonisch unter (+1-323) 651
1510.
Pressefotos schickt das MAK Pressebüro auf Anfrage gerne zu.
Rückfragehinweis:
Presse MAK Judith Anna Jungmann Sandra Ghignone Teresa Raninger Tel.: (++43-1) 711 36-233, 212, 229 Fax: (++43-1) 711 36-227 mailto:[email protected] http://www.mak.at
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