60 Jahre LGV Frischgemüse Wien - 30 Jahre Geschäftsführer Nehammer

Erfolg von Österreichs größter Gemüsevermarktungs-Organisation gefeiert

Wien (AIZ) - Die LGV Frischgemüse Wien, Österreichs größte Gemüseerzeuger- und -vermarktungsorganisation, feierte gestern zwei Jubiläen. Einerseits gab sie einen Bericht über ihre Erfolgsgeschichte, die sich mittlerweile über 60 Jahre erstreckt. Andererseits wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden Karl Nehammer auch jener Mann gefeiert, der die LGV im Laufe der letzten 30 Jahre zu dem anerkannten Topunternehmen gemacht hat, das sie heute darstellt. Wie einer der Laudatoren, der Direktor der Landwirtschaftskammer Wien, Robert Fitzthum, hervorhob, wurde Nehammer, der die "LGV als Marke aufgebaut und etabliert sowie viele Neuerungen und Entwicklungen positiv in die Wege geleitet hat", für seine Tätigkeit bereits mit zahlreichen Preisen wie der "'Goldenen Waage', einer Art 'Oskar des Handels'" ausgezeichnet.

Unter den rund 600 Festgästen befanden sich auch zahlreiche weitere Prominente aus Politik und Wirtschaft, unter ihnen Landwirtschaftsminister Josef Pröll, Gesundheits- und Frauenministerin Maria Rauch-Kallat, Landeshauptmann-Stellvertreter, Vizebürgermeister und Finanzstadtrat Sepp Rieder, der niederösterreichische Landesrat Josef Plank, der Präsident und die beiden Vizepräsidenten der Landwirtschaftskammer Wien, Wilhelm Jezik, Karl Hopf und Franz Windisch, sowie der Direktor des Österreichischen Bauernbundes, Fritz Kaltenegger.

Motto: "Weiterentwickeln, um vorne zu bleiben"

Nehammer dankte in seiner Festansprache all jenen, die die LGV von Beginn an unterstützt und auf ihrem Weg begleitet haben. Das Motto der Genossenschaft, die mittlerweile 350 Mitglieder, Gemüsegärtner aus der Sonnenregion Österreichs - Wien, Niederösterreich, Burgenland - umfasst, laute "weiterentwickeln, um vorne zu bleiben", betonte der Vorstandsvorsitzende. Dass die LGV dieses Motto auch seit Jahren in die Tat umsetzt, kann man allein schon daran erkennen, dass die Erzeuger- und Vermarktungsorganisation mit ihrem 1996 eröffneten Frische-Center in Wien-Simmering nicht nur über eine der modernsten Anlagen ihrer Art in Europa verfügt. Sie kann vielmehr auch noch umfangreiche Zertifizierungen im Lebensmittelsicherheits-, Hygiene-, Umweltmanagement- und übrigen Qualitätsbereich aufweisen. Auch die Vertreter des Handels würdigen die LGV als "verlässlichen und zukunftsträchtigen Partner".

Die Anfänge der LGV gehen zurück ins Jahr 1930, als in Reaktion auf die triste Versorgungs- und Absatzlage nach dem Ersten Weltkrieg die "Gemüseverkaufs-Genossenschaft von Wiener Gärtnern" gegründet wurde. Nach einem unfreiwilligen "freiwilligen Beschluss" zur Auflösung der Genossenschaft wurden 1939 in mehreren Wiener Gemeindebezirken Gemüseanlieferungsplätze, die so genannten Bezirksabgabestellen ins Leben gerufen. Diese stellten gemeinsam die BAST Wien dar und erlebten in den darauf folgenden Jahren eine Ausweitung. Schließlich wurde am 05.01.1946 der eigentliche Vorläufer der LGV, die "Landwirtschaftliche Gemüse- und Obst-Verwertungsgenossenschaft für Wien und Umgebung" gegründet. 1979 wurde der Firmenname schließlich in "LGV Frischgemüse Wien" geändert, wobei die drei Buchstaben für "leicht, gesund und vital" stehen.

Trotz mehrerer Bewährungsproben hat sich die LGV behauptet

Trotz mehrerer Bewährungsproben, wie dem ersten Heizölschock im Jahre 1973, als wegen der Kostenexplosion viele Mitglieder ihre Betriebe stilllegen mussten, oder der Tschernobyl-Katastrophe 1986, als der Gemüseabsatz von heute auf morgen für einige Wochen zusammenbrach, konnte sich die LGV behaupten. Auch der EU-Beitritt im Jahre 1995, als der Umsatz wegen des Wegfalls des Importschutzes und des geänderten Kaufverhaltens der Handelspartner um 30% abnahm, konnte der LGV - dank Investitionen, Innovationen und geeigneten Marketingstrategien - letztlich nichts anhaben.

Heute produzieren die Mitglieder der LGV auf 250 ha unter Glas und Folie sowie 980 ha Freiland knapp 50.000 Tonnen Frischgemüse jährlich. Die Genossenschaft verfügt über 40.000 m2 an Betriebsflächen in Simmering und 93.000 m2 in Raasdorf bei Wien. Sie kann zudem mit modernster Technik aufwarten, wie Kühlanlagen zur Klimatisierung von 18.000 m2 Hallenflächen und von 1.800 m2 Kühlzellen zur Schnell- beziehungsweise Dauerkühlung, Zentralsortieranlagen für lose Paradeiser und Paprika, Abpack- und Folieranlagen, funkgesteuerter Lagerlogistik sowie Wiege- und Etikettieranlagen. Der Verkaufsumsatz beträgt EUR 43 bis 46 Mio. jährlich. Weiters umfasst die LGV 57 Beschäftigte sowie in der Saison weitere 140 Mitarbeiter.

"Tage der offenen Tür für Schulen" am 8. und 9. Juni

Zusätzlich zeichnet sich die LGV, die sich nicht nur als Vermarktungs- und Kontrolleinrichtung, sondern auch als Beratungs-und Informationsplattform versteht, durch zahlreiche öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen aus. Gestern und heute haben beispielsweise insgesamt 2.700 Schüler im Rahmen der "Tage der offenen Tür für Schulen" die Möglichkeit bekommen, in den Betrieb der LGV hineinzuschnuppern. Auch 700 Lehrer haben in den vergangenen vier Jahren bereits erfahren, wie viel Logistik dahintersteckt, wenn hochqualitatives Gemüse innerhalb von 24 Stunden frisch geerntet ins Geschäft gelangt.
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