• 09.06.2006, 13:39:54
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60 Jahre LGV Frischgemüse Wien - 30 Jahre Geschäftsführer Nehammer

Erfolg von Österreichs größter Gemüsevermarktungs-Organisation gefeiert

Wien (AIZ) - Die LGV Frischgemüse Wien, Österreichs größte
Gemüseerzeuger- und -vermarktungsorganisation, feierte gestern zwei
Jubiläen. Einerseits gab sie einen Bericht über ihre
Erfolgsgeschichte, die sich mittlerweile über 60 Jahre erstreckt.
Andererseits wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden Karl Nehammer auch
jener Mann gefeiert, der die LGV im Laufe der letzten 30 Jahre zu dem
anerkannten Topunternehmen gemacht hat, das sie heute darstellt. Wie
einer der Laudatoren, der Direktor der Landwirtschaftskammer Wien,
Robert Fitzthum, hervorhob, wurde Nehammer, der die "LGV als Marke
aufgebaut und etabliert sowie viele Neuerungen und Entwicklungen
positiv in die Wege geleitet hat", für seine Tätigkeit bereits mit
zahlreichen Preisen wie der "'Goldenen Waage', einer Art 'Oskar des
Handels'" ausgezeichnet.

Unter den rund 600 Festgästen befanden sich auch zahlreiche
weitere Prominente aus Politik und Wirtschaft, unter ihnen
Landwirtschaftsminister Josef Pröll, Gesundheits- und
Frauenministerin Maria Rauch-Kallat, Landeshauptmann-Stellvertreter,
Vizebürgermeister und Finanzstadtrat Sepp Rieder, der
niederösterreichische Landesrat Josef Plank, der Präsident und die
beiden Vizepräsidenten der Landwirtschaftskammer Wien, Wilhelm Jezik,
Karl Hopf und Franz Windisch, sowie der Direktor des Österreichischen
Bauernbundes, Fritz Kaltenegger.

Motto: "Weiterentwickeln, um vorne zu bleiben"

Nehammer dankte in seiner Festansprache all jenen, die die LGV von
Beginn an unterstützt und auf ihrem Weg begleitet haben. Das Motto
der Genossenschaft, die mittlerweile 350 Mitglieder, Gemüsegärtner
aus der Sonnenregion Österreichs - Wien, Niederösterreich, Burgenland
- umfasst, laute "weiterentwickeln, um vorne zu bleiben", betonte der
Vorstandsvorsitzende. Dass die LGV dieses Motto auch seit Jahren in
die Tat umsetzt, kann man allein schon daran erkennen, dass die
Erzeuger- und Vermarktungsorganisation mit ihrem 1996 eröffneten
Frische-Center in Wien-Simmering nicht nur über eine der modernsten
Anlagen ihrer Art in Europa verfügt. Sie kann vielmehr auch noch
umfangreiche Zertifizierungen im Lebensmittelsicherheits-, Hygiene-,
Umweltmanagement- und übrigen Qualitätsbereich aufweisen. Auch die
Vertreter des Handels würdigen die LGV als "verlässlichen und
zukunftsträchtigen Partner".

Die Anfänge der LGV gehen zurück ins Jahr 1930, als in Reaktion
auf die triste Versorgungs- und Absatzlage nach dem Ersten Weltkrieg
die "Gemüseverkaufs-Genossenschaft von Wiener Gärtnern" gegründet
wurde. Nach einem unfreiwilligen "freiwilligen Beschluss" zur
Auflösung der Genossenschaft wurden 1939 in mehreren Wiener
Gemeindebezirken Gemüseanlieferungsplätze, die so genannten
Bezirksabgabestellen ins Leben gerufen. Diese stellten gemeinsam die
BAST Wien dar und erlebten in den darauf folgenden Jahren eine
Ausweitung. Schließlich wurde am 05.01.1946 der eigentliche Vorläufer
der LGV, die "Landwirtschaftliche Gemüse- und
Obst-Verwertungsgenossenschaft für Wien und Umgebung" gegründet. 1979
wurde der Firmenname schließlich in "LGV Frischgemüse Wien" geändert,
wobei die drei Buchstaben für "leicht, gesund und vital" stehen.

Trotz mehrerer Bewährungsproben hat sich die LGV behauptet

Trotz mehrerer Bewährungsproben, wie dem ersten Heizölschock im
Jahre 1973, als wegen der Kostenexplosion viele Mitglieder ihre
Betriebe stilllegen mussten, oder der Tschernobyl-Katastrophe 1986,
als der Gemüseabsatz von heute auf morgen für einige Wochen
zusammenbrach, konnte sich die LGV behaupten. Auch der EU-Beitritt im
Jahre 1995, als der Umsatz wegen des Wegfalls des Importschutzes und
des geänderten Kaufverhaltens der Handelspartner um 30% abnahm,
konnte der LGV - dank Investitionen, Innovationen und geeigneten
Marketingstrategien - letztlich nichts anhaben.

Heute produzieren die Mitglieder der LGV auf 250 ha unter Glas und
Folie sowie 980 ha Freiland knapp 50.000 Tonnen Frischgemüse
jährlich. Die Genossenschaft verfügt über 40.000 m2 an
Betriebsflächen in Simmering und 93.000 m2 in Raasdorf bei Wien. Sie
kann zudem mit modernster Technik aufwarten, wie Kühlanlagen zur
Klimatisierung von 18.000 m2 Hallenflächen und von 1.800 m2
Kühlzellen zur Schnell- beziehungsweise Dauerkühlung,
Zentralsortieranlagen für lose Paradeiser und Paprika, Abpack- und
Folieranlagen, funkgesteuerter Lagerlogistik sowie Wiege- und
Etikettieranlagen. Der Verkaufsumsatz beträgt EUR 43 bis 46 Mio.
jährlich. Weiters umfasst die LGV 57 Beschäftigte sowie in der Saison
weitere 140 Mitarbeiter.

"Tage der offenen Tür für Schulen" am 8. und 9. Juni

Zusätzlich zeichnet sich die LGV, die sich nicht nur als
Vermarktungs- und Kontrolleinrichtung, sondern auch als Beratungs-
und Informationsplattform versteht, durch zahlreiche
öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen aus. Gestern und heute haben
beispielsweise insgesamt 2.700 Schüler im Rahmen der "Tage der
offenen Tür für Schulen" die Möglichkeit bekommen, in den Betrieb der
LGV hineinzuschnuppern. Auch 700 Lehrer haben in den vergangenen vier
Jahren bereits erfahren, wie viel Logistik dahintersteckt, wenn
hochqualitatives Gemüse innerhalb von 24 Stunden frisch geerntet ins
Geschäft gelangt.
(Schluss) leith

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