WKÖ erwartet sich durch Spitzenuniversität ISTA Aufwertung des Wirtschaftsstandorts Österreich

WKÖ-Position zur Spitzenforschung durch Bericht der internationalen Expertengruppe bestätigt - Landertshammer: Wissenschaftliche Leitung muss weisungsfrei sein

Wien (PWK377) - "Wir wünschen dem Institute of Science and Technology - Austria (ISTA) eine erfolgreiche Zukunft und erwarten uns von dieser Einrichtung eine Aufwertung Österreichs als attraktiver Wirtschaftsstandort, zu dem ganz wesentlich auch eine entsprechende wissenschaftliche Infrastruktur gehört", stellt Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, anlässlich des nun vorliegenden Berichts der internationalen Expertengruppe zum ISTA fest. "Aufgrund der in erster Linie klein- und mittelbetrieblichen Unternehmensstruktur unseres Landes liegen die Forschungsschwerpunkte unserer Betriebe jedoch in erster Linie in der angewandten Forschung und experimentellen Entwicklung. Daher brauchen wir neben dem vielfach beschriebenen ‚Leuchtturm für die Grundlagenforschung’ (ISTA) auch ein umfassendes Netz entsprechender Einrichtungen", spricht sich Landertshammer für eine parallele Forcierung des angewandten Forschungsbereichs in Österreich aus.

Durch den Bericht der internationalen Expertengruppe rund um Haim Harari fühlt sich die WKÖ in ihrer Position zum ISTA bestätigt. Vor allem ging es der Wirtschaftskammer um die Freiheit der Wissenschaft, die gerade bei der Grundlagenforschung unerlässlich ist. "Das Prinzip ‚Wer zahlt, schafft an’ gilt hier nämlich nicht", so Landertshammer. "So etwas ist im Bereich der angewandten Forschung und experimentellen Entwicklung durchaus legitim, widerspricht aber dem Wesen der Grundlagenforschung, die in der Regel als erkenntnisoffener Prozess gelten muss." Die WKÖ hat daher gefordert, dass das wissenschaftliche Leitungsgremium frei von externen Weisungen und Einflüssen gestellt ist und größtmögliche Autonomie erhält, wie es nun auch der Expertenbericht fordert.

Ebenso finden sich zwei weitere Anregungen, die die Wirtschaft in ihrer Stellungnahme zum Gesetzesentwurf für die Errichtung des ISTA im März 2006 machte, im Endbericht der Expertengruppe wieder. So wurde einerseits angeregt, dass es sich bei den Mitgliedern des Leitungsgremiums weder um politische Entscheidungsträger noch fachlich zuständige Beamte handeln sollte. Anderseits wies die WKÖ auf die notwendige Vernetzung der neuen Einrichtung mit der Gesamtheit der bereits bestehenden und erfolgreich aufgestellten Forschungseinrichtungen hin. "Dies ist unerlässlich, wenn es darum geht wissenschaftliche Spitzenleistungen zu erbringen, und das wollen wir in Österreich künftig vermehrt und auf möglichst effiziente Art und Weise vollführen", meint Landertshammer abschließend.

Weitere Infos:
Kurzfassung des Berichtes zum International Committee (Download Angebot der IV) (Ne)

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