- 01.06.2006, 14:21:02
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Amon zum BAWAG-Skandal: Rasch die Fakten auf den Tisch
Ständig neue Zahlen beim BAWAG-Skandal \x{2013} Tumpel als AK- Präsident nicht mehr tragbar
Wien, 1. Juni 2006 (ÖVP-PK) "Der BAWAG-Skandal hat die Menschen
schon genug verunsichert. Die Verantwortlichen müssen für Klarheit
sorgen und die Fakten in Form von klaren Zahlen auf den Tisch
legen", sagte heute, Donnerstag, ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR
Werner Amon. AK-Präsident Tumpel sei rücktrittsreif, die
Arbeitnehmerinteressen mit Füßen getreten. ****
Der ÖAAB-Generalsekretär bezog sich bei seinen Ausführungen auf
einen Artikel in der "Tiroler Tageszeitung" (Ausgabe vom 1. Juni
2006), in dem BAWAG-Vorstand Bottermann davon ausging, dass die
Summe für die Aufarbeitung des BAWAG-Skandals "nicht höher als zwei
Milliarden Euro liegen wird". Amon betonte, dass immer wieder von
einer Schadenssumme von bis zu drei Milliarden Euro die Rede sei.
Es könne nicht sein, so Amon, "dass man die Aufklärung dieses Mega-
Skandals zitzerlweise angeht. Die verunsicherte Öffentlichkeit hat
ein Recht auf eine rasche und umfassende Transparenz".
Amon verwies weiters auf die mediale Berichterstattung der
vergangenen Tage: "Dort wurde von bis zu 20 Stiftungen im Eigentum
des ÖGB berichtet. Die Gewerkschaft muss eine Stellungnahme
abliefern, was die Aufgabe dieser Stiftungen war bzw. ist. Außerdem
muss die Refco-Beteiligung aufgeklärt werden. So ist nicht bekannt,
ob diese Beteiligung nicht doch höher war als bisher bekannt ist."
Amon wies auch auf die dubiose Rolle von AK-Präsident Tumpel
hin: "Den Herrschaften Elsner, Flöttl und Verzetnitsch wurden nicht
nur billige Penthäuser zur Verfügung gestellt \x{2013} dem nicht genug,
wurden auch noch die entsprechenden Luxus-Einrichtungen finanziert.
Die Arbeitnehmer-Interessen wurden mit Füßen getreten." Für Amon
ist Tumpel als AK-Präsident längst nicht mehr tragbar und somit
reif für den Rücktritt. "Zuerst begibt sich Tumpel wochenlang auf
Tauchstation um dann lapidar festzustellen: \x{201a}Es ist nichts
passiert`", so Amon.
"Offensichtlich hat sich der Arbeiterkammer-Präsident in seiner
heutigen Reaktion auf eine Aussendung von ÖVP-Generalsekretär
Lopakta verschrieben, denn er meinte wohl nicht, dass eine
Politkampagne gegen ihn als ,unbequemen` Arbeitnehmervertreter im
laufen ist, sondern gegen ihn als \x{201a}untragbaren` Arbeitnehmer-
vertreter", betonte Amon. "Jemand, der eine Hauptverantwortung beim
Verspekulieren von hunderten - vielleicht auch mehr - Millionen
Euro hat, hat jede Berechtigung verloren, sich als Arbeitnehmer-
vertreter aufzuspielen", so Amon abschließend.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at
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