- 30.05.2006, 13:21:36
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E-Card: Bislang nur Kosten für die Ärzteschaft
Nur ein Bruchteil der Providerkosten wird abgegolten - Unwahre Behauptungen seitens des Rechnungshofs
Wien (OTS) - Die Wiener Ärztekammer zeigt sich empört über den
Vorwurf angeblich "überhöhter Zahlungen an Ärzte" im Zuge der
E-Card-Einführung in Höhe von 9,17 Millionen Euro. Für den Obmann der
niedergelassenen Ärzte und Vizepräsidenten der Ärztekammer für Wien,
Johannes Steinhart, habe die E-Card der Ärzteschaft bislang "nur
Kosten verursacht". Es sei ein Skandal, unwahre Behauptungen "einfach
so in der Öffentlichkeit aufzustellen".****
Völlig unklar ist für Steinhart, wie sich diese 9,17 Millionen
Euro überhaupt zusammensetzen. "Im Bericht findet sich dazu nämlich
nichts Konkretes." Der Ärzteschaft werde in Zukunft lediglich ein
Bruchteil dieses Betrags zur Abdeckung der Providerkosten abgegolten.
Dieser sei laut Steinhart jedoch "so minimal, dass er gerade für die
ersten Monate der Umstellung reicht. Danach trägt die Ärzteschaft die
volle Kostenlast". Steinhart: "Wenn dieses Geld nicht an die
Ärzteschaft geflossen ist, wohin ist es dann gekommen?"
Auch der Vorwurf der kostenfreien Geräteausstattung gehe völlig
ins Leere. Dass die benötigte technische Infrastruktur wie Lesegerät,
Router und Gina-Box vom Betreiber zur Verfügung gestellt werde und
auch nicht im Eigentum der Ärzteschaft verbleibe, sei wohl "ein Akt
der Selbstverständlichkeit", so der Vizepräsident.
Wesentlich positiver sieht Steinhart die Wortspende von
Hauptverbands-Vizegeneraldirektor Volker Schörghofer zum Thema. Es
sei "absolut zu begrüßen", dass der Hauptverband offensichtlich aus
den Fehlern der Vergangenheit gelernt habe und zukünftige
Applikationen wie das E-Rezept und die elektronische Patientenakte
nur in Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft plane. Dermaßen wichtige
und heikle Themen müssten den Gesundheitsexperten überlassen bleiben,
um die dafür nötige Sorgfalt sicherzustellen. Steinhart: "Ich nehme
Schörghofer diesbezüglich beim Wort."
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle Mag. Kristin Posch Tel.: (++43-1) 51501/1223 Fax: (++43-1) 51501/1289 mailto:[email protected] http://www.aekwien.at
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