E-Card: Bislang nur Kosten für die Ärzteschaft

Nur ein Bruchteil der Providerkosten wird abgegolten - Unwahre Behauptungen seitens des Rechnungshofs

Wien (OTS) - Die Wiener Ärztekammer zeigt sich empört über den Vorwurf angeblich "überhöhter Zahlungen an Ärzte" im Zuge der E-Card-Einführung in Höhe von 9,17 Millionen Euro. Für den Obmann der niedergelassenen Ärzte und Vizepräsidenten der Ärztekammer für Wien, Johannes Steinhart, habe die E-Card der Ärzteschaft bislang "nur Kosten verursacht". Es sei ein Skandal, unwahre Behauptungen "einfach so in der Öffentlichkeit aufzustellen".****

Völlig unklar ist für Steinhart, wie sich diese 9,17 Millionen Euro überhaupt zusammensetzen. "Im Bericht findet sich dazu nämlich nichts Konkretes." Der Ärzteschaft werde in Zukunft lediglich ein Bruchteil dieses Betrags zur Abdeckung der Providerkosten abgegolten. Dieser sei laut Steinhart jedoch "so minimal, dass er gerade für die ersten Monate der Umstellung reicht. Danach trägt die Ärzteschaft die volle Kostenlast". Steinhart: "Wenn dieses Geld nicht an die Ärzteschaft geflossen ist, wohin ist es dann gekommen?"

Auch der Vorwurf der kostenfreien Geräteausstattung gehe völlig ins Leere. Dass die benötigte technische Infrastruktur wie Lesegerät, Router und Gina-Box vom Betreiber zur Verfügung gestellt werde und auch nicht im Eigentum der Ärzteschaft verbleibe, sei wohl "ein Akt der Selbstverständlichkeit", so der Vizepräsident.

Wesentlich positiver sieht Steinhart die Wortspende von Hauptverbands-Vizegeneraldirektor Volker Schörghofer zum Thema. Es sei "absolut zu begrüßen", dass der Hauptverband offensichtlich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt habe und zukünftige Applikationen wie das E-Rezept und die elektronische Patientenakte nur in Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft plane. Dermaßen wichtige und heikle Themen müssten den Gesundheitsexperten überlassen bleiben, um die dafür nötige Sorgfalt sicherzustellen. Steinhart: "Ich nehme Schörghofer diesbezüglich beim Wort."

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