Delegation der Bundesrats zurück aus Vietnam Roth-Halvax: "Für Wirtschaft und Kultur viel in Bewegung gebracht"

Wien (PK) - Bundesratspräsidentin Sissy Roth-Halvax kehrte
gestern von einem mehrtägigen Besuch der Sozialistischen Republik Vietnam zurück. Ropth-Halvax führte eine Delegation des
Bundesrats an, der die BundesrätInnen Ruperta Lichtenecker (G), Georg Spiegelfeld-Schneeburg (V), Susanne Neuwirth (S) sowie Bundesratsdirektor Walter Labuda angehörten. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Vietnam und die Intensivierung der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen.

Der offizielle Empfang der Bundesratsdelegation erfolgte durch
den Präsidenten der Nationalversammlung Nguyen Van An, mit dem unter anderem die Reformbemühungen der Nationalversammlung und internationale Themen erörtert wurden. Roth-Halvax traf in
weiterer Folge mit Staatspräsident Tran Duc Luong,
Premierminister Phan Van Khai und den Vorsitzenden der
Volkskomitees der Provinzen Thua Thien Hué und Quang Ninh
zusammen. Am weiteren Programm des Besuches, der auf Anregung des österreichischen Botschafters in Vietnam, Johannes Peterlik, zustande gekommen war, standen eine vermehrte Kooperation
zwischen österreichischen und vietnamesischen Universitäten und Bildungseinrichtungen, eine Vereinbarung zwischen der
Fachhochschule IMC Krems und der Universität Hue zur Errichtung einer vietnamesisch-österreichischen Tourismusausbildungsstätte, die Errichtung eines Austria Centers in Hanoi sowie ein
gemeinsames Ausbildungsprogramm im Tourismusbereich.

Roth-Halvax zeigte sich nach Ihrer Rückkehr vom Erfolg des
Besuches überzeugt: "Gerade für die Wirtschaft haben wir einiges in Bewegung gebracht. So hat uns etwa die Präsidentin der Vorsitzenden des Volkskomitees von Ho Chi Minh City ein
Memorandum of Interest übergeben zur Auftragsvergabe an die österreichische Firma Angerlehner für ein Sanierungsprojekt in Ho Chi Minh City. Im Herbst soll eine österreichische Wirtschaftsmission nach Vietnam reisen, um weitere Abschlüsse für Österreichs Wirtschaft zu fixieren."

Auch im Kulturbereich wurden umfangreiche Gespräche zur
Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen beider Staaten
unternommen. So wird etwa im September als Beitrag zur Völkerverständigung Mozarts Zauberflöte in Hanoi aufgeführt werden. "Wir haben aber nicht nur im wirtschaftlichen und kulturellen Bereich etwas in Bewegung gebracht; Österreich hat
sich auch als Unterstützer der Belange Vietnams in der Europäischen Union präsentiert und einen vermehrten Austausch auf parlamentarischer Ebene zum Beistand bei den Reformbemühungen im Justiz- , Legislativ- und Verfassungsbereich vereinbart", so Bundesratspräsidentin Roth-Halvax.

Bundesrätin Ruperta Lichtenecker zeigte sich zudem über die Gespräche bezüglich des Frauenanteils in öffentlichen Posten und der Nationalversammlung, sowie der Unterstreichung der
Wichtigkeit ihrer Ausbildung und Gleichberechtigung erfreut. Über den Erfolg der Reise werden die Bundesräte in der nächsten
Sitzung des Bundesrates (turnusgemäß am Freitag, dem 9. Juni) berichten.

Neben den zahlreichen Gesprächen erwiesen die
Delegationsmitglieder mit den Besuchen des Ho Chi Minh
Mausoleums, wo ein Kranz der Präsidentin des Bundesrates niedergelegt wurde, des Kriegsmuseums in Saigon und des Cu Chi Tunnelsystems den Gastgebern ihre Reverenz.

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