Hlavac: Rüde Kritik an Migrationsexpertin inakzeptabel

Schlüsselbegriffe wie "integrationsunwillig" nicht in der Muslime-Studie, diese Blamage erklärt Gereiztheit des Innenressorts

Wien (SK) - Die heftigen Angriffe auf die Migrationsforscherin Barbara Herzog-Punzenberger werfen ein schlechtes Licht auf das Innenministerium. "Ich habe mit Befremden vernommen, dass von Seiten des Innenministeriums in sehr rüder Weise Kritik an Barbara Herzog-Punzenberger geübt wurde, die die sogenannte 'Muslime-Studie' als gerade mal 'nette Seminararbeit' kritisiert hatte. Ich kenne sie als Expertin, die international sehr anerkannt ist, außerdem kann und darf es weder ein Kritik- noch ein Sprechverbot geben", so SPÖ-Integrationssprecherin Elisabeth Hlavac Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Studie hat sich leider nicht mit der Frage befasst was man integrationspolitisch tun sollte. Bei der Pressekonferenz am letzten Freitag hat sich außerdem herausgestellt, dass bestimmte Schlüsselbegriffe in der Studie gar nicht vorkommen. Das von Ministerin Prokop zitierte "integrationsunwillig" wird in keinem Wort erwähnt, auch wird der Mehrheit der Muslime nicht die Integrationswilligkeit abgesprochen. "Diese Blamage erklärt auch die gereizte Vorgangsweise aus dem Innenressort. Es ist zurückzuweisen, dass jetzt versucht wird eine anerkannte Wissenschafterin mundtot zu machen", so Hlavac abschließend. (Schluss) js/mp

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