- 19.05.2006, 14:30:00
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Die Bundesjugendvertretung ist fünf!
BJV geht als starke Lobby in die Zukunft!
Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) feiert heute im
Rahmen der Vollversammlung 2006 ihren fünften Geburtstag. Und viele
Jugendorganisationen, MitarbeiterInnen und Jugendliche feiern mit...
Gestern
In den ersten fünf Jahren ihres Bestehens hat sich die
Bundesjugendvertretung zu einer schlagkräftigen Lobby-Organisation
entwickelt. Auch wenn nach dem Beschluss des
Bundes-Jugendvertretungsgesetzes im Jahr 2001 die künftigen
Entwicklungen unklar , die Strukturen undurchsichtig waren und das
mangelhafte Bundesjugendvertretungsgesetz der BJV einen schweren
Start bescherte: "All der Widerstände zum Trotz hat die BJV
Beachtliches auf die Beine gestellt", resümiert Patrick Rosner,
Vorsitzender der BJV, "mit zahlreichen Projekten und Aktionen haben
wir uns nicht nur Reputation, sondern vor allem auch inhaltlichen
ExpertInnenstatus erarbeitet."
Es seien lediglich einige Höhepunkte aus fünf Jahren BJV
aufgezählt:
- Die Protestaktionen der BJV gegen ihren Ausschluss aus dem
Österreich-Konvent im Jahr 2003 und der aus diesen Protesten
entstandene eigene Jugendkonvent.
- Der Start des Mentoring-Projekts "genderize!", das junge Frauen
ermächtigt, sich in der Öffentlichkeit zu engagieren.
- Die Kampagnenreihe vote4future, mit deren Hilfe junge Menschen zur
Wahrnehmung ihres Wahlrechts motiviert werden.
- Die internationale Vernetzung und erfolgreiche Einbindung in
Lobbyarbeit auf europäischer Ebene, die während der
EU-Präsidentschaft ihren Höhepunkt erreichen.
Durch all diese Aktivitäten zieht sich ein roter Faden: Die BJV
ist stark, wenn alle Jugendorganisationen an einem Strang ziehen und
sich gemeinsam für die Anliegen der jungen Menschen in Österreich
engagieren!
Heute
Im Jahr 2006 vertritt die BJV 43 Kinder- und Jugendorganisationen
und bündelt somit die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und
kulturellen Interessen von mehr als einer Million junger Menschen und
verschafft sich durch verschiedene Maßnahmen Gehör bei Politik,
Medien und in der Öffentlichkeit. Die Funktionsweise der BJV ist
schnell erklärt: Junge Menschen aus den Jugendorganisationen
beschließen in den Gremien der Jugendvertretung die thematischen
Schwerpunkte, die in der täglichen Arbeit von der BJV umgesetzt
werden. Aktuell behandelt die BJV speziell die Themenkreise
Jugendarbeitslosigkeit, nicht-formale Bildung und politische Teilhabe
- auf nationaler und internationaler Ebene.
Trotz allen Engagements hat die Jugendvertretung noch immer viel
zu oft mit Widerständen seitens der Politik zu kämpfen. "Im
Regierungsübereinkommen von 2003 machten die Regierungsparteien
wichtige Versprechungen, die sie bis heute noch nicht umgesetzt
haben", kritisiert Patrick Rosner, "wo bleibt die Verankerung der
Rechte von Kindern und Jugendlichen in der Verfassung, wo bleiben die
versprochenen Jugendbeauftragten, die Gesetze und Normen auf die
Jugendverträglichkeit überprüfen? Die Politik hat die selbst
gesteckten Ziele nicht erreicht!"
Dabei wäre im Jugendbereich einiges zu tun: Wählen mit 16 auf
allen Ebenen gibt es noch immer nicht, einheitliche
Jugendschutzbestimmungen scheitern am politischen Hickhack und die
Jugendarbeitslosigkeit hat bedrohliche Ausmaße erreicht.
Morgen
Darum wird sich die BJV auch weiterhin gemeinsam mit ihren
Mitgliedsorganisationen dafür einsetzen, dass die Anliegen junger
Menschen in Österreich Gehör finden. Schwerpunktmäßig widmet sich die
BJV in den kommenden Wochen und Monaten der Bekämpfung der
Jugendarbeitslosigkeit, wobei Ende Mai im Rahmen eines
internationalen Seminars in Stockerau der Austausch mit anderen
europäischen Ländern vorangetrieben wird. Anfang Juni wird die BJV
eine entsprechende Kampagne zur Auseinandersetzung mit der
Jugendarbeitslosigkeit vorstellen.
Auch die Nationalratswahlen bilden für die Jugendvertretung eine
große Herausforderung: Die BJV wird die künftige neue Regierung an
die Notwendigkeit jugendpolitischer Aktivitäten erinnern. "Wir
wollen, dass die nächste Regierung ihre Verantwortung für die Jugend
ernst nimmt", fordert BJV-Vorsitzender Patrick Rosner, "wir werden
dazu einen umfangreichen Forderungskatalog vorlegen!"
Bei allen neuen Aufgaben und Herausforderungen vergisst die BJV
nicht auf Bewährtes: Die bis dato erfolgreichen Projekte werden auch
in Zukunft fortgeführt. So startet beispielsweise das
Frauen-Mentoringprogramm "genderize!" im Herbst in den bereits
dritten Durchgang.
Patrick Rosner freut sich auf die künftigen Aufgaben und
verspricht: "Wir haben ein umfangreiches Programm für die Zukunft
ausgearbeitet und werden der Jugend eine starke Lobby sein!"
Alle Details zur Bundesjugendvertretung gibt es unter
www.jugendvertretung.at. Dokumentationen zu fünf Jahren BJV können
gratis auf der Website bestellt werden.
Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung Klaus Kienesberger Presse/Öffentlichkeitsarbeit Tel. 01 / 214 44 99 - 14 Mobil 0676 / 880 11 - 1146 [email protected] Web: www.jugendvertretung.at
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