• 19.05.2006, 12:05:02
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Schenner: "Die Arbeitsmöglichkeiten im Tourismus werden immer vielfältiger"

"Spezialisten versus Generalisten: Karrieren im Tourismus" - Podiumsdiskussion im Rahmen der Badener Tourismusgespräche

Wien/Baden bei Wien (PWK332) - Der Tourismus ist der "Jobmotor"
schlechthin und als Arbeitgeber besonders für junge, flexible
Menschen besonders attraktiv. "Der Tourismus ist ein weltweit
boomender Wirtschaftszweig mit großer Arbeitsplatzsicherheit, hoher
Attraktivität, großer Flexibilität und Mobilität, guten
Verdienstmöglichkeiten, zahlreichen Karrieremöglichkeiten und
Internationalität. Und er schafft aufgrund der Standortgebundenheit
der Betriebe Arbeitsplätze gerade auch in abgelegenen Regionen
abseits industrieller Wirtschaftszentren", erklärte der Obmann der
Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Johann Schenner, Freitag
Vormittag bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Spezialisten versus
Generalisten: Karrieren im Tourismus" im Rahmen der "Badener
Tourismusgespräche 2006".

Eine Besonderheit liege in der Heterogenität dieses
Wirtschaftszweiges. Wichtigste Arbeitgeber sind zwar nach wie vor
Gastronomie und Hotellerie, doch werden die Arbeitsmöglichkeiten im
Tourismus immer vielfältiger. Auch Reiseveranstalter und Reisebüros,
Sport- und Freizeitparks, Fitnessstudios, Museen, Kinos und andere
Kultureinrichtungen würden attraktive Arbeitsplätze bieten. Es gebe
in Österreich überhaupt nur wenige Wirtschaftszweige, die nicht
zumindest indirekt vom Tourismus profitieren. Laut TSA (Tourism
Satellite Account)-Analyse ist bereits jeder fünfte Vollarbeitsplatz
in Österreich der Tourismus- und Freizeitwirtschaft zu verdanken.

Aus- und Weiterbildung ist ein wesentlicher Faktor, um in der
Branche erfolgreich zu sein. Nicht zuletzt deshalb, weil auch der
Kunde vermehrt nach gebildeten Fachkräften im Tourismus verlangt. Die
Tourismusausbildung in Österreich habe Weltruf und genieße
international ein hohes Ansehen, was unseren Tourismus-Absolventen
ein breites Spektrum an Berufsmöglichkeiten und steilen Karrieren im
In- und Ausland eröffnet, hob Schenner hervor: "Im internationalen
Tourismus findet man immer wieder österreichische Fachkräfte in
Spitzenpositionen. Aber auch viele ausländische Schüler und Studenten
kommen gerne nach Österreich, um bei uns eine fundierte
Tourismusausbildung zu erhalten".

Bei der Lehrlingsausbildung habe sich das Prinzip des dualen
Systems - Ausbildung schwerpunktmäßig im Betrieb und ergänzend in der
Berufsschule - sehr gut bewährt. In der Lehrlingsstatistik rangieren
die Tourismusberufe an den vordersten Plätzen, womit die
Tourismuswirtschaft zu den wichtigsten Ausbildungsbranchen innerhalb
der gesamten Wirtschaft zählt.

"Eine besondere Anforderung an unsere Arbeitskräfte im Tourismus
wird in Zukunft sein, sich auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse
der Gäste aus aller Welt einzustellen, erklärte Schenner. Je mehr
Erfahrungen im In- und Ausland und in den verschiedenen Bereichen
(Stadthotel, Restaurant, Club, Schiff, Saisonbetrieb…) gesammelt
werden, desto besser sind die Karrierechancen. "Nach oben hin gibt es
im Tourismus keine Grenzen. Dies erfordert natürlich Eigeninitiative,
die Bereitschaft zur Weiterbildung und zu hohem Einsatz, Flexibilität
und Mobilität. Jede Karriere beginnt im Kleinen. Ganz wichtig ist es,
mit Freude dabei zu sein".

Wie in jedem anderen Beruf gibt es die Möglichkeit, sich zu
spezialisieren und sich durch diverse Seminare und Schulungen
weiterzubilden. Spezialisierungen in Fachbereichen (Diätküche,
Patisserie, Sommelier, Marketing) gehören genauso dazu wie
Sprachkurse, Unternehmerprüfungen, Verkaufstrainings,
Managementseminare bis hin zu Führungskräftetrainings. "Einer
Karriere vom Spezialisten - wie Sommelier oder Chef de Service,
Haubenkoch oder Chef de cuisine, Bankettleiter oder Chef-Rezeptionist
- bis hin zum Generalisten als Hotelmanager und Restaurantbesitzer
sind im Tourismus tatsächlich keine Grenzen gesetzt", fasste der
Sprecher der heimischen Tourismuswirtschaft zusammen.

Mit Schenner am Podium saßen Mag. Georg Bartmann (Leiter der
Abteilung Wirtschaft, Tourismus & Technologie der n.ö.
Landesregierung), Dkfm. Heinz Boyer (IMC Fachhochschule Krems), Mag.
Herbert Kaufmann (Vorstandssprecher der Flughafen Wien AG), Hans
Michael Leise (Gen.Dir. Accor Hotellerie), Dr. Otmar Michaeler
(Falkensteiner Tourismusgruppe, Südtirol) und Tanzschulen-Chef Dkfm.
Thomas Schäfer-Elmayer. Die Moderation besorgte Mag. Susanne
Kraus-Winkler (Kohl & Partner). (hp)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
   Dr. Petra Stolba
   Tel.: (++43) 0590 900-3567
   mailto:[email protected]
   http://wko.at/bstf

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