- 19.05.2006, 11:16:42
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Auszeichnungen für wissenschaftliche Untersuchungen der Arbeitswelt
Linz (OTS) - Jedes Jahr prämiert die AKOÖ wissenschaftliche
Arbeiten, die sich mit den Arbeits- und Lebensbedingungen von
Arbeitnehmern/-innen bzw. der Geschichte der Arbeiterbewegung
auseinandersetzen. Dieses Jahr wurde u.a. eine Arbeit ausgezeichnet,
die ein Gesundheitsprojekt der voestalpine Stahl GmbH bewertet. Die
fünf Preisträgerinnen konnten sich über je 1.500 Euro freuen.
Bereits zum 23. Mal vergab die Arbeiterkammer Oberösterreich heuer
den AK-Wissenschaftspreis. 54 Arbeiten wurden der prominent besetzten
Jury zur Beurteilung vorgelegt, die daraus die fünf besten Arbeiten
ausgewählt hat. Das Themenspektrum der prämierten Arbeiten ist breit
gefächert und reicht von der Evaluierung eines Gesundheitsprojektes
der voestalpine Stahl GmbH bis hin zu den Auswirkungen einer
Gesetzesnovelle des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG).
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer unterstrich in seiner Ansprache
den Stellenwert, den die enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft für
die AK hat. "Damit wir unsere Aufgabe als Interessenvertretung der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfolgreich ausführen können,
brauchen wir wissenschaftliche Grundlagenarbeit. Deshalb haben wir
vor mehr als zwei Jahrzehnten den AK-Wissenschaftspreis ins Leben
gerufen. Intern setzen wir Initiativen durch ein eigenes
Wissenschafts- und Forschungsmanagement. Und nach außen pflegen wir
intensive Kontakte zur Universität Linz und anderen
Forschungseinrichtungen".
AK Wissenschaftspreis: Die Preisträgerinnen und ihre Arbeiten
Mag.a Nina Hickmann: Diplomarbeit über "Arbeitsrechtliche
Rahmenbedingungen des Pflegepersonals in der mobilen Pflege". In
ihrer Arbeit untersucht die Halleiner Autorin unterschiedliche
Varianten mobiler Pflegedienste. Im Mittelpunkt stehen
arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen, wie die Gestaltung des
Arbeitsvertrages, die Regelung des Entgelts und der Arbeitszeit für
die mobilen Pfleger/-innen.
Mag.a Elisabeth Ringer: Diplomarbeit zum Thema "Betrieblicher
Gesundheitszirkel. Die gebürtige Vöcklabruckerin studierte
Erziehungs- und Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg und
untersuchte in ihrer Arbeit das Projekt ,Herausforderung -Gesund am
Arbeitsplatz’ in der voestalpine Stahl GmbH". Sie arbeitet dabei
wesentliche Voraussetzungen heraus, die für die Durchführung
erfolgreicher Projekte betrieblicher Gesundheitsförderung erfüllt
sein müssen und analysiert, ob solche Projekte das
Gesundheitsbewusstsein der Beschäftigten fördern.
Mag.a Drin Kristina Sonnleitner: Dissertation "Das Gebot der
wirtschaftlichen Betrachtungsweise gemäß §539a ASVG". In ihrer Arbeit
widmet sich die in Leonding lebende Juristin einer Bestimmung des
ASVG, die zum Ziel hat zu verhindern, dass immer mehr Unternehmen die
Sozialversicherungspflicht umgehen - etwa durch den Abschluss von
Werkverträgen. Neben der großen sozialpolitischen Bedeutung der
Arbeit, weist die Untersuchung auch einen anspruchsvollen
theoretischen Hintergrund auf.
Mag.a Hale Usak (Sahin): Diplomarbeit zum Thema "Die Fremde wird
die Heimat. Zur Psychologie der Migration". Die Autorin ist in Bad
Ischl als Tochter türkischer Einwanderer geboren. In ihrer Arbeit
beschäftigt sie sich mit der Migrationsgeschichte von Frauen, die in
den 1970er-Jahren als Pionierinnen der "Gastarbeit" nach Österreich
kamen. Die Arbeit verdeutlicht mit viel Mut und Kraft, wie diese
Frauen ihr Leben unter meist schwierigen Rahmenbedingungen gestaltet
haben.
Eva-Maria Waschnig: Diplomarbeit "Der Verkauf der Ware
Arbeitskraft am neoliberalen Arbeitsmarkt - mehr ,liebenswürdiger
Schein’ als Sein?". Die Kärntner Psychologin setzt sich mit aktuellen
Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt auseinander und ortet die Tendenz,
dass Arbeitnhmer/-innen sich am Arbeitsmarkt immer stärker verkaufen
müssen.
Ein Bild von der Preisverleihung in Druckqualität finden Sie unter
www.arbeiterkammer.com im Bereich "Presse".
Bildtext: AK-Vizepräsident Josef Kronister freute sich mit den
AK-Wissenschaftspreisträgerinnen Eva-Maria Waschnig, Elisabteh
Ringer, Nina Hickmann, Hale Usak und Kristina Sonnleitner (v.l.n.r.).
Kontakt: Dr.in Sabine Naderer, Tel. 050/6906-2178
E-Mail: [email protected]
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Tel.: (0732) 6906-2182
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com
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