- 28.04.2006, 11:55:17
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Tourismus begrüßt Zuteilung des Saisonierkontingents
Aber Kritik an neuerlichen Kürzungen - Schenner: "Man muss sich neue Wege überlegen"
Wien (PWK267) - Nach der erfolgreich verlaufenen Wintersaison und
dem lebhaften Interesse für heimische Urlaubsangebote auf den
Ferienmessen des In- und Auslandes steht das Stimmungsbarometer auch
für die kommende Sommersaison auf "optimistisch". Der Obmann der
Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Hans Schenner, erwartet eine
Fortsetzung des prognostizierten Wachstumskurses von Österreichs
"Devisenbringer Nummer eins".
Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, ist die ausreichende
personelle Ausstattung der Betriebe das "um und auf". Wichtig für die
dienstleistungsintensive Tourismusbranche ist dabei die Unterstützung
der hochmotivierten heimischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch
eine ausreichende Zahl von Saisonhilfskräften, hält Schenner fest.
Die Tourismuswirtschaft begrüßt daher die Zuteilung des
Saisonierkontingents für die Sommersaison 2006 durch Wirtschafts- und
Tourismusminister Martin Bartenstein. Allerdings bleibt die Zahl der
Bewilligungen mit 5.262 um rund zehn Prozent unter dem Niveau des
Vorjahres.
"Die neuerliche Kürzung ist ein Wermutstropfen und für die Branche
extrem schlecht zu verdauen", kritisiert Schenner. Während die
Beschäftigtenzahl im Tourismus kontinuierlich steigt, österreichische
Hilfskräfte aber leider nicht zu finden sind, kann die neuerliche
Kürzung der ausländischen Hilfskräfte nur schwer verstanden werden.
Diese Tatsache hat bereits in der Vergangenheit immer wieder zu
Engpässen geführt.
Um diesen Schwierigkeiten entgegenzuwirken, schlägt Schenner vor,
neue Wege zu überlegen. Als positive Beispiele führt der
Tourismus-Sprecher die Grenzgänger- und Praktikanten-Abkommen mit
Ungarn an. "Angesichts der erneuten Kürzungen ist es umso wichtiger,
in diesen Bereichen Tempo zu machen und ähnliche Abkommen auch mit
anderen Nachbarstaaten möglichst rasch unter Dach und Fach zu
bringen", betont Schenner.
Außerdem werden mit den Sozialpartnern und Minister Bartenstein
Gespräche über neue Ansätze bei der Kontingenterteilung zu führen
sein, so Schenner abschließend: "Es kann nicht sein, dass wir uns von
Saison zu Saison immer wieder mit dem gleichen Thema ohne
substanzielle Weiterentwicklung beschäftigen!" (hp)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft Dr. Petra Stolba Tel.: (++43) 0590 900-3567 mailto:[email protected] http://wko.at/bstf
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