• 26.04.2006, 15:34:37
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Keck fordert Schwerarbeiterregelung ohne Abschläge

Gaál wünscht sich weiter reichenden Sozialplan für Bundesheer

Wien (SK) - "45 Jahre Schwerarbeit müssen genug sein", machte
SPÖ-Nationalratsabgeordneter Dietmar Keck am Mittwoch im Nationalrat
deutlich. SPÖ-Wehrsprecher Anton Gaál pflichtete ihm bei und forderte
einen weiter reichenden Sozialplan für die Bediensteten des
Bundesheers. ÖAAB-Chef Fasslabend habe angeregt, dass schwer
arbeitende Männer mit 60 und Frauen mit 55 ohne Abschläge in Pension
gehen sollten, vergaß Keck nicht zu erwähnen. In diesem Sinne hätten
sich auch die Landeshauptleute Pröll und Sausgruber, allesamt von der
ÖVP, geäußert, führte er aus. "Landeshauptmann Haider, Chef des BZÖ,
hat erwähnt, dass er eine Deckelung des Bezugs der
Schwerarbeiterpension, wie sie das aktuelle Gesetz vorsieht, für
verfassungswidrig hält", ergänzte Keck. Alldem stimme die SPÖ
vollends zu, weshalb sich Keck fragt, warum diese Kommentare
prominenter Politiker der Koalitionsparteien in der
Schwerarbeiterregelung keinen Widerhall gefunden habe. Er rechnete
vor, dass ein Mann nach dem neuen Gesetz neun Prozent Abschläge zu
erleiden habe, wenn er mit 60 in Pension gehe. ****

"Der heutige Beschluss zur Schwerarbeiterpension bringt keine
Neuerungen", erklärte Keck und erläuterte: "Alle diese Maßnahmen sind
aus dem Nachtschichtschwerarbeitsgesetz entnommen, und jetzt als
Verschlechterungen wieder eingebracht worden." Unverständnis
bekundete Keck auch wegen der Kriterien für die Inanspruchnahme der
Schwerarbeiterpension. So komme ein Nachtarbeiter bei einem üblichen
Schichtplan meist nur zu fünf Tagen Schichtarbeit pro Monat, für den
Bezug der neuen Regelung seien aber mindestens sechs Tage
erforderlich. Auch die Arbeitskalorienmessung ist für Keck nicht in
der Praxis umsetzbar: "Niemand kann ernsthaft mit einem Kabel am
Rücken oder einem Thermometer im Hintern arbeiten."

SPÖ-Wehrsprecher Gaál betonte, dass sich das österreichische
Bundesheer weltweit für den Frieden engagiere, weshalb ein
abgesicherter Sozialplan von großer Bedeutung sei. (Schluss) re

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

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