• 26.04.2006, 09:41:00
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  • OTS0054 OTW0054

Leichtfried fordert Empfehlung der EU-Kommission zu Fairem Handel

Soziale und ökologische Standards sollen bei öffentlichen Ausschreibungen beachtet werden

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SK (SK) - "Fairer Handel ist eindeutig kein Nischenprodukt mehr,
sondern hat sich mittlerweile zu einem ernstzunehmenden
Wirtschaftszweig mit enormen Wachstumsraten entwickelt. Dennoch macht
die oftmals unübersichtliche Situation bei der Kennzeichnung der
Produkte die Situation schwierig und eine Förderung des
Verbraucherschutzes von Nöten", sagte der SPÖ- Europaabgeordnete Jörg
Leichtfried bei dem gestrigen Hearing zum Thema "Fairer Handel" im
Europäischen Parlament. ****

"Die Debatten über eine entsprechende Zertifizierung münden in den
meisten Fällen in nationalen gesetzlichen Regelungen, die sich in
vielen Fällen gegenseitig widersprechen. Daher ist eine verstärkte
europäische Initiative zu begrüßen", so Leichtfried. "Nun gilt es,
Fair-Trade-Standards zu definieren. Dafür ist die Entwicklung
einheitliche Richtlinien erforderlich, die in einer Empfehlung der
EU-Kommission münden sollten", schlägt Leichtfried vor.

Als Schlüsselpunkte der Empfehlung müssen laut dem Europaabgeordneten
unter anderem folgende Punkte enthalten sein: existenzsichernde
Preisgestaltung, Produktionsbedingungen, die der den Konventionen der
Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) entsprechen, Einhaltung von
Umweltstandards und Minimalstandards für die Zertifizierung von
Produkten.

Um Fairen Handel noch stärker in der Öffentlichkeit zu positionieren,
schlägt Leichtfried, der auch für die Stellungnahme des Ausschusses
für Internationalen Handel zum Thema "fair trade" verantwortlich
zeichnet, außerdem vor, soziale und ökologische Standards bei
öffentlichen Ausschreibungen zu berücksichtigen.
"Gebietskörperschaften öffentlichen Rechts tätigen oft hohe
Investitionen im Gütermarkt. Eine besondere Beachtung der Produkte
des Fairen Handels bei den Ausschreibungen wäre also wünschenswert",
so der SPÖ-Europaabgeordnete abschließend. (Schluss) ps/mm

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

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