• 21.04.2006, 09:00:00
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Unabhängige GewerkschafterInnen starten Initiative "Gewerkschaftsdemokratie jetzt!"

Unabhängige GewerkschafterInnen (UG) verlangen umfassende Demokratisierung Gewerkschaften: "Gewerkschaften müssen von Funktionärs- zu Mitgliederorganisation werden."

Wien (OTS) - "Nur ein paar spektakuläre Reformankündigungen und
allgemeine Willensbekundungen alleine sind unglaubwürdig und
eindeutig zu wenig. Die Gewerkschaftsmitglieder erwarten dringend
Antworten, in welche Richtung die Gewerkschaften gehen sollen. Eine
Antwort auf die Krise der Gewerkschaften kann gerade angesichts der
Erfahrungen der letzten Wochen nur die grundlegende Demokratisierung
und Öffnung der Gewerkschaften sein. Wer die Forderung nach mehr
Demokratie im ÖGB unterstützt, kann dies nun unter
www.gewerkschaftsdemokratie.at.tt tun," so Lisa Langbein, Vorsitzende
der Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB.

Zentrale Forderungen der UG: Gewerkschaftswahlen in den
Einzelgewerkschaften und im ÖGB, die Direktwahl der
Gewerkschaftsvorsitzenden und des ÖGB-Präsidenten durch die
Gewerkschaftsmitglieder, breite Diskussionen und Urabstimmungen zu
wichtigen gewerkschaftspolitischen Themen, die Unvereinbarkeit von
einer gewerkschaftlichen Spitzenfunktion und einem Mandat in einer
gesetzgebenden Körperschaft, sowie einen verpflichtend höheren
Frauenanteil in allen Gewerkschaftsgremien. "Die
Gewerkschaftsmitglieder müssen von behandelten zu handelnden
Subjekten werden. Die Mitglieder selbst sollen die Zusammensetzung
der Gewerkschaftsgremien wählen und so endlich Möglichkeiten
bekommen, den Kurs der Gewerkschaften selbst mitzubestimmen. Die
Gewerkschaften müssen von der Funktionärs- zur Mitgliederorganisation
werden und sich von den Parteien emanzipieren."

Daneben fordert Langbein eine Öffnung der Gewerkschaften: "Wenn
die Gewerkschaften sich nun vermehrt atypisch Beschäftigten öffnen
wollen, müssen sie auch entsprechend attraktive Strukturen zur
Selbstorganisation dieser Gruppen schaffen. Da ist Mut zum Experiment
und vor allem ein Dialog mit den unmittelbar Betroffenen und bereits
bestehenden Initiativen gefragt: was erwarten sie sich von den
Gewerkschaften? Wie wollen sie sich organisieren? Gleiches gilt auch
für den Umgang der Gewerkschaften mit MigrantInnen und Arbeitslosen."
Forcieren sollten die Gewerkschaften auch Kooperationen mit
zivilgesellschaftlichen Initiativen aus dem Frauen-, Umwelt- und
Sozialbereich.

Unter www.gewerkschaftsdemokratie.at.tt kann die Initiative
"Gewerkschaftsdemokratie Jetzt!" unterstützt werden.

Rückfragehinweis:

Lisa Langbein, UG-Vorsitzende, 01/216 52 72
   Markus Koza, UG-Vertreter im ÖGB Bundesvorstand, 0676/951 27 82
   Website: http://www.gewerkschaftsdemokratie.at.tt

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AGG

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