- 17.04.2006, 10:00:00
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Europas Perspektiven für das Familien- und Erbrecht
18. Europäische Notarentage in Salzburg
Wien (OTS) - Am 20. und 21. April 2006 finden in Salzburg die 18.
Europäischen Notarentage statt. Zum Generalthema "Europas
Perspektiven für das Familien- und Erbrecht" werden hochrangige
Vortragende aus dem In- und Ausland sowie rund 150 Gäste Teilnehmer
erwartet.
Im Mittelpunkt der Notarentage stehen die gesellschaftlichen
Veränderungen in Europa - darunter die steigende Lebenserwartung, die
zunehmende Mobilität der Bürger in der EU und das Zusammenwachsen von
Regionen mit unterschiedlichen Rechtskulturen - und die damit
verbundenen Herausforderungen für das Familien- und Erbrecht. Dr.
Klaus Woschnak, Präsident der Österreichischen Notariatskammer,
erwartet sich eine rege Diskussion über gesellschaftspolitische
Veränderungen und innovative Ansätze für das Familien- und Erbrecht
auf europäischer Ebene.
Dementsprechend starten die Notarentage am 20. April mit einem
Impulsreferat des Zukunftsforschers und Politikberaters Univ.-Prof.
Dr. Horst W. Opaschowski von der Universität Hamburg, der unter dem
Titel "Revolution auf leisen Sohlen" die demografischen Entwicklungen
in Europa und ihre sozialen Folgen skizzieren wird.
Am 21. April referieren internationale Experten über verschiedene
wissenschaftliche und juristische Aspekte des Hauptthemas. So wird
Prof. Dr.Dr. h.c. mult. Jürgen Mittelstraß, Präsident der Academia
Europaea (London), Vorsitzender des Österreichischen
Wissenschaftsrates (Wien) und Direktor des Zentrums Philosophie und
Wissenschaftstheorie der Universität Konstanz (Deutschland) über
"Kommen und Gehen - Zum Wandel der europäischen Werte und
Lebensformen" sprechen. Danach wird der Referatsleiter m.d.W.d.G.b.
Generaldirektion Freiheit, Sicherheit, Recht in der Europäischen
Kommission in Brüssel, Olivier Tell, mit dem Vortrag "Europa und die
Familie" wird er über erb- und familienrechtliche Initiativen der
Europäischen Kommission berichten. Sektionschef Dr. Gerhard Hopf wird
in Vertretung von Bundesministerin Mag. Karin Gastinger, "Die
österreichische Familienrechts-Gesetzgebung im Lichte Europas"
beleuchten.
Am Nachmittag liegen die Programmschwerpunkte auf der "Bedeutung
des Erbrechts zur Sicherung von Familie, Eigentum und Unternehmen",
einem Beitrag von Dr. Christian Winkler, LL.M., Notar aus Neu-Ulm
(Deutschland), sowie bei Prof. emeritus Dr. Emilia Weiss, Eötvös
Loránd Universität, Budapest (Ungarn) auf dem "Erbrecht als Teil der
regionalen Rechtskultur und Identität".
Das Abschlussreferat mit dem Titel "Zukunftsperspektiven für das
europäische Familien- & Erbrecht" hält Univ.-Prof. Mag. Dr. Brigitta
Lurger, LL.M. (Harvard) von der Karl-Franzens-Universität, Graz.
Rückfragehinweis:
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