- 13.04.2006, 15:10:16
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BOKU - Universität des Lebens mit leistungsorientierter Wissensproduktionskette
Rektor Hubert Dürrstein zu Gast bei einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Ökosozialen Forums Österreich
Wien (OTS) - Wissen als Wertschöpfungskette
"Ein Europa des Wissens erfordert eine Universität, die eine
leistungsorientierte Produktionskette des Wissens bietet und die
Herausforderung in der Schaffung einer Wertschöpfungskette von der
Wissenserschaffung über den Wissenstransfer bis hin zur
Wissensanwendung sieht", erklärt Rektor Univ.-Prof. Dipl.-Fw. Dr.
Hubert Dürrstein bei einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des
Ökosozialen Forums Österreich am 12. April 2006 im Haus der
Landwirtschaft. "Das Anforderungsniveau an die Universitäten hat sich
stark verändert, deshalb sind viele Facetten einer erfolgreichen und
wettbewerbsresistenten Universität nötig. Soziale und ökonomische
Fragen spielen neben dem Spezialwissen eine immer größere Rolle und
müssen in nationalen und internationalen strategischen
Partnerschaften gelöst werden. Aus diesem Grund hat die BOKU ihre
Umstrukturierung vorgenommen und sich auf sechs Kompetenzfelder
fokussiert, in denen die fachspezifischen Organisationseinheiten der
Departments mehrdimensional eingebettet sind", erläutert Dürrstein.
Forschungsmarketing als neue Herausforderung
"Um den aktuellen Anforderungen - besonders im Beratungsbereich -
in Österreich und auch international gerecht zu werden, muss die
Agrarökonomie unbedingt verstärkt in die Forschungs- und
Ausbildungsaktivitäten integriert werden", streicht Dipl.-Ing. August
Astl, Generalsekretär der Landwirtschaftskammer Österreich, im Rahmen
der interessanten Diskussion hervor. Auch Dr. Franz Fischler,
Präsident des Ökosozialen Forums Österreich, sieht die BOKU mit ihren
Kompetenzfeldern als sehr komplexes System, das einen integrativen
Ansatz erfordert. "Die Herausforderung liegt darin, mit Forschungs-
und Ausbildungsaktivitäten die Nachfrage von Wirtschaft, Gesellschaft
und Bauern abzudecken und das kann nur in einem verstärkten
Dialogprozess zwischen Universität und den anderen Bereichen
gelingen", betont Fischler, "die Kommunikation und Umsetzung der
vielseitigen Forschungsergebnisse kann sicherlich weiter optimiert
werden, Forschungsmarketing ist gefragt".
Zukunftsmusik Spin-off-Betriebe
Während in den USA im universitären Bereich die Zusammenarbeit mit
Industriebetrieben allein schon durch die große Anzahl an
Spin-off-Betrieben sichtbar wird, fehlen diese Strukturen in
Österreich weitgehend, erläutert Mag. Werner Wutscher,
Generalsekretär des Lebensministeriums, anhand seiner
Erfahrungsberichte aus Harvard. Er sieht eine mögliche
Herausforderung für das Ministerium darin, bestehende Fördergelder zu
bündeln und verstärkt für Forschungsarbeiten in diesem Bereich
einzusetzen, um die Interaktion und die Abstimmung von Angebot und
Nachfrage für Universität und Wirtschaft/Industrie zu optimieren. Dr.
Dietmar Grüll, Geschäftsführer der Zuckerforschung Tulln GmbH,
betont, wie wichtig in der Industrie neben einem wissenschaftlichen
Erfolg gerade der ökonomische Erfolg ist und bedauert ebenfalls, dass
Spin-off-Betriebe in Österreich momentan eher noch Zukunftsmusik
sind. "Die BOKU stellt in Österreich in diesem Bereich sicherlich die
Universität mit der größten Dynamik dar und verkörpert den nötigen
multidisziplinären Ansatz im Sinne einer gut sortierten
Gemischtwarenhandlung, allerdings sollte das Auftreten nach außen
national und international - verstärkt werden, um die Wahrnehmung im
europäischen Konzert zu verbessern", erklärt Grüll.
Informationen und Fotos sind in Kürze auf der Website des
Ökosozialen Forums Österreich in der Rubrik Veranstaltungen unter
http://www.oesfo.at/osf/?cid=13692 abrufbar.
Rückfragehinweis:
Mag. Christine Klenovec
Ökosoziales Forum Österreich
Franz Josefs-Kai 13, A-1010 Wien
Tel: +43-1-533 07 97-25, Fax: +43-1-533 07 97-90
mailto:[email protected]
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