• 11.04.2006, 09:51:41
  • /
  • OTS0065 OTW0065

Afrika-Initiative der Außenwirtschaft Österreich (AWO)

Kooperation von AWO und ADA - Entwicklungszusammenarbeit und Exportwirtschaft erstmals gemeinsam in Afrika

Wien (PWK227) - Im Zuge der Anfang dieses Jahres eingeläuteten
neuen Initiative der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ "Go
Afrika", fand erstmals eine kombinierte Wirtschaftsmission in
Kooperation mit der Austrian Development Agency (ADA) statt. Zwölf
österreichischen Unternehmen (u.a. BEFA GmbH., EVG GmbH., Wagner-Biro
Stahlbau, VA Hydro, VAMED Engineering, EREMA Engineering, F.J.
Elsner Trading, VA tech Finance, Österr. Bundesforste AG) nutzen die
Gelegenheit und loteten bei hochkarätigen Treffen mit dem
Finanzminister von Uganda sowie dem Wirtschaftsminister von Kenia und
anderen Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft die
Kooperations- und Geschäftsmöglichkeiten in und mit diesen beiden
Ländern aus.

Im Vorfeld der Wirtschaftsmission, die vom zuständigen
österreichischen Handelsdelegierten in Südafrika, Stefan Pistauer,
organisiert wurde, fand in Wien ein Länderforum statt. 60 Unternehmen
nahmen an diesem ersten AWO-Länderforum Uganda/Kenia teil. "Der
Afrika-Round Table und entsprechende AWO-Länderforen werden ab sofort
zur Dauereinrichtung unseres AWO-Programms, um österreichischen
Unternehmen einen Kontinent näher zu bringen, dessen Potential noch
zu wenig bekannt ist", sagt Christian Kesberg, stv. Leiter der AWO.
Der nächste Round Table findet am 26. Juni in der WKÖ statt und wird
die Geschäftschancen in den ehemaligen portugiesischen Kolonien
Angola und Mozambique beleuchten. In beide Länder ist ebenfalls eine
Wirtschaftsmission in Planung. Bereits am 27. April findet ein
Länderforum zu Angola statt. Es wird dazu eine hochrangige Minister-
und Wirtschaftsdelegation aus Luanda erwartet.

"Die AWO-Initiative ‚Go Afrika’ und der ‚Afrika Round Table’
entstanden aus dem klaren Auftrag der österreichischen Wirtschaft
heraus, den bereits etablierten und nun freiwerdenden
Ost-Europa-Geschäfts-Kapazitäten neue Marktpotentiale und
Orientierungshilfen zu bieten", ergänzt Christian H. Schierer, Leiter
der AWO-Abteilung Afrika, Naher- und Mittlerer Osten. Die Kooperation
zwischen AWO und ADA biete dabei die große Chance, die Fachqualitäten
und Kontakte beider bestehenden Netzwerke in Afrika im Sinne und im
Interesse der österreichischen Wirtschaft synergiehaft zu nutzen. Der
800 Mio. Einwohner-Markt Afrika, stellt für die heimische
Exportwirtschaft derzeit lediglich rund ein Prozent der Gesamtexporte
dar, das Potential jedoch ist langfristig enorm. Im vergangenen Jahr
wurden Waren im Wert von 1,1 Mrd. Euro nach Afrika exportiert - ein
Plus von 8,3% gegenüber 2004.

Uganda selbst war in den 70er und 80er Jahren vor allem durch die
Diktatur von Idi Amin und die Menschenrechtsverletzungen unter Milton
Obote im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Mit dem Beginn des
Regimes des derzeitigen Präsidenten Museveni hat sich die
Menschenrechtssituation verbessert und das Land hat demokratische
Reformen durchgemacht. Uganda’s Wirtschaft ist von Landwirtschaft,
Fischerei und Bergbau stark abhängig. Das produzierende Gewerbe ist
noch unterentwickelt, der Tourismus aber stark ausbaufähig. Vor allem
der Aufbau der vielfach zerstörten Infrastruktur aber auch die
künftige Nutzung von Bodenschätzen, darunter auch Öl, könnten große
Geschäftsmöglichkeiten bieten.

Kenia wird als die Wiege der Menschheit bezeichnet. Die derzeitige
Regierung hat sich die Bekämpfung der Korruption auf die Fahnen
geschrieben. Obwohl das Land mit Problemen wie Armut,
Lebensmittelknappheit, AIDS etc. kämpft, gehört es zu den
afrikanischen Erfolgsgeschichten. Es hat sich trotz aller
Schwierigkeiten eine gewisse wirtschaftliche und politische
Stabilität entwickelt. Wirtschaftlich ist das Land von Einnahmen aus
der Landwirtschaft und vor allem dem Tourismus abhängig. Mit Tansania
und Uganda plant Kenia eine Union, die über die bereits bestehende
Zollunion hinausgehen soll. Von Kenia aus kann ganz Ostafrika
bearbeitet werden. Die Chancen für die österreichische Wirtschaft
sind sehr breit gefächert und reichen von Lieferungen für
Industrieanlagen und das produzierende Gewerbe über Investitionen in
die Energieversorgung und das Transportwesen bis zu Gütern des
täglichen Gebrauchs. Vor allen Dingen im Bereich der Landwirtschaft
und des Tourismus bieten sich attraktive Möglichkeiten an. Kenia ist
Partnerland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. (BS)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich, 
   AWO-Afrika Nahost 
   Mag. Christian Schierer 
   Tel: +43 (0)5 90 900 4389
   Fax: +43 (0)5 90 900 118128
   mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel