Niederwieser: Gegen Lehrer-Burnout - Teamarbeit, Mentoring, Supervision und Coaching

Wien (SK) - Zu den aktuellen Berichten über das Phänomen des beruflichen Burnouts bei Lehrerinnen und Lehrern stellt SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser fest, dass "leider seriöse Zahlen für die einzelnen Bundesländer und Österreich fehlen, dass das Problem aber zweifellos besteht und auch die Anforderungen an die Lehrer ja nicht weniger, sondern mehr werden." Mit verstärkter Teamarbeit sowie Mentoring, Supervision und Coaching lasse sich diesem Problem wirksam begegnen, erläuterte Niederwieser. ****

"Der Lehrerberuf ist an sich schon eine große Herausforderung. Wenn dann die äußeren Bedingungen schwieriger werden, weil zusätzliche Aufgaben mit weniger Personal zu erledigen sind und die öffentliche Anerkennung auch zu wünschen übrig lässt, dann steigen die berufsbedingten Krankheiten zwangsläufig an", sagte Niederwieser am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Für den SPÖ Bildungssprecher gibt es eine Reihe von möglichen Verbesserungen: "Das wichtigste ist ein Team von Kolleginnen und Kollegen, das jemanden auffängt und das sich gegenseitig stützt. Teamarbeit ist an den Schulen aber eher verpönt als gefördert. Dann gibt es eine Reihe von Hilfen wie Mentoring, Supervision oder Coaching. Das darf keine Bettelei und kein Gnadenakt sein, sondern ein selbstverständliches Angebot wie in allen Betrieben, denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwas wert sind."

Schließlich seien Abwechslungen in der Karriere sinnvoll wie ein Forschungssemester, einige Jahre Verwaltungstätigkeiten oder als Lehrende an der Hochschule, Trainer für Junglehrer, Tätigkeiten in der Kooperation Kindergarten-Volksschule und ähnliches. "Da ist das Dienstrecht aber noch viel zu sperrig und rückständig", so der SPÖ-Bildungssprecher abschließend. (Schluss) wf

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