Ansichten von Ljubljana Präsidentin Prammer eröffnet Ausstellung im Parlament

Wien (PK) – Die Zweite Präsidentin des Nationalrates Barbara Prammer eröffnete heute Abend im Hohen Haus die Ausstellung "Ansichten von Ljubljana". Zusammengestellt wurde diese von der slowenischen Künstlergruppe "Brida". An der Veranstaltung nahm
ein ebenso zahlreiches wie distinguiertes Publikum teil.

Prammer freute sich über die große Zahl an Anwesenden bei der Eröffnung dieser Ausstellung, die große Symbolkraft habe. Österreich und Slowenien lebten in ausgezeichneter Nachbarschaft, die Österreichisch-Slowenische Gesellschaft habe dazu
beigetragen, dass die beiden Länder einander noch näher gekommen seien. Dank der hervorragenden Arbeit der Gesellschaft sei sie, Prammer, zuversichtlich, dass auch jene Punkte, in denen noch
keine völlige Übereinstimmung herrsche, bald einer zufrieden stellenden Lösung zugeführt werden könnten. Prammer sah die Präsentation junger slowenischer Künstler im Hohen Haus in diesem Sinne auch als ein gutes Symbol an.

Der Botschafter der Republik Slowenien in Österreich, Ernest Petric, meinte, Ljubljana sei eine schöne Stadt mit einer langen Geschichte – hier sei vor allem die Zeit als Hauptstadt des Königreichs Illyrien und die Ausrichtung des Laibacher Kongresses 1821 zu nennen -, die Ljubljana immer auch sehr eng mit Wien verbunden habe. So hätten seinerzeit fast alle Laibacher Intellektuellen in Wien studiert, während Wien viele bedeutende Bauten slowenischen Architekten wie Joze Plecnik oder Maks
Fabiani verdanke.

Nun sei Ljubljana nicht länger Provinz, sondern die Hauptstadt eines modernen Staates. Die Stadt werde sich weiterentwickeln,
dabei aber
ihre mitteleuropäische Physiognomie behalten. Für Slowenien sei diese Ausstellung der Beweis für Verständnis und Vertrauen, so Petric weiter. Die Ausstellung stelle eine Botschaft der Freundschaft zwischen den beiden Staaten dar, meinte der Botschafter, der seine Rede mit einem Plädoyer für eine gelebte Zweisprachigkeit beendete.

Der Präsident der Österreichisch-Slowenischen Gesellschaft, Abgeordneter Caspar Einem, berichtete von den Aktivitäten und den Zielen der Gesellschaft und betonte dabei das Motiv, die Verbindungen und die Kenntnis voneinander zu vertiefen und
weitere Kontakte anzubahnen. Diesem Zweck dienten auch die von
der ÖSG abgehaltenen Veranstaltungen, und in diesem Sinne solle auch die heutige Veranstaltung verstanden werden, so Einem.

Die Kunstkritikerin Tina Jazbec stellte zunächst die Mitglieder
der Künstlergruppe "Brida" vor. Diese bestehe aus drei Malern und einer Bildhauerin: Klemen Brun, Jurij Pavlica, Tom Kerševan und Sendi Mango. Neben Malerei beschäftigten sich die Künstler noch mit Video, Grafiken, Kunstinstallationen und anderen Genres der modernen Kunst.

"Ansichten von Ljubljana" seien Abbildungen alltäglicher Situationen in einer modernen Stadt. Wegweiser und
Verkehrszeichen würden schon so sehr Teil unseres Umfeldes, dass wir uns nicht mehr bewusst seien, wie diese Objekte unsere
Gedanken und unser Wirken beeinflussen. Die Künstlergruppe
"Brida" stelle in diesen Gemälden "die Frage nach der Rolle
unserer persönlichen Gefühle und Ansichten sowie nach dem Stellenwert, den wir als Individuen in der Gesellschaft haben".

Moderne Kunst sei aber nicht dazu da, Antworten zu geben, sondern immer wieder neue Fragen zu stellen. Kunst existiere, um die Gesellschaft zu befragen und zu kommentieren. Sie liefere immer
neue Interpretationen alltäglicher Situationen. Und wir Zeitgenossen seien ein Teil der Kunst, aber gleichzeitig auch ihr Publikum: "Wir geben der Kunst einen Teil unserer alltäglichen Welt. Wir selber müssen uns aber entscheiden, was die Kunst uns geben kann."

Die Gruppe "Brida" kann auf eine mehr als zehnjährige
umfangreiche Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland zurückblicken, in der aktuellen Ausstellung "Laibacher Veduten" werden unter anderem Bilder der Laibacher Burg, des slowenischen Parlaments und des Preseren-Platzes, aber auch Szenen aus dem
Alltag gezeigt. Umrahmt wurde die Veranstaltung von den Musikern Primoz Rosker und Aleksander Paunic.

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie – etwas zeitverzögert – auf der Website des Parlaments im
http://www.parlament.gv.at/pls/portal/url/PAGE/SK/FOTOALBUM/:
http://www.parlament.gv.at

(Schluss)

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