Kärnten erhält einen Olympiastützpunkt

LH Haider und Sport-Staatssekretär Schweitzer präsentierten Schwerpunkte der "Bundessportförderung Neu"

Klagenfurt (LPD) - Die österreichweite Informationstour zum neuen Bundessportförderungsgesetz machte heute, Montag, in Kärnten Stati-on. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Medienraum der Kärntner Landesregierung präsentierten Landeshauptmann Jörg Haider und Sport-Staatssekretär Karl Schweitzer die Schwerpunkte. "Der österreichische Sport ist 2006 stark dotiert, in Summe fließen heuer 98,9 Millionen Euro in den Sport. Die Sportmilliarde (Anmerkung: in Schilling) ist damit ab heuer realisiert", freuten sich Haider und Schweitzer.

Die Finanzierung des österreichischen Sports steht im wesentlichen auf zwei Säulen: der Besonderen und der Allgemeinen Bundessportförderung. Für die Besondere Sportförderung oder Basisfinanzierung werden 2006 an die 54 Millionen Euro aufgewendet. Für die Allgemeine Bundessportförderung, mit ihr werden beispielsweise das Spitzensport-Programm "Top-Austria" oder Nachwuchs-Programme finanziert, stehen 15,3 Millionen Euro zur Verfügung. Von der neuen Förderung profitieren künftig die Fachverbände. Ihre Förderung wurde von 7,2 Millionen auf 14,6 Millionen Euro erhöht.

Erfreut zeigt sich der Landeshauptmann darüber, dass auch Kärnten vom neuen Gesetz, es trat mit 1. Jänner 2006 in Kraft, profitiere. "Im Rahmen der Errichtung des EM-Stadions wird neben dem Ballspielzentrum und der Fußball-Akademie nun auch ein Olympiastützpunkt errichtet", gab Haider bekannt. In ihm sollen künftig rund 30 Spitzensportler eine optimale sportliche Betreuung erhalten. Insgesamt sind in Österreich fünf Olympiastützpunkte geplant. Weiters vorgesehen sind der Spatenstich für das Ruderzentrum Völkermarkt und die Evaluierung des St. Veiter Bewegungskindergartens. In den Schulen des Landes sollen in die Nachmittagsbetreuung ab Herbst auch die örtlichen Sportvereine miteingebunden werden.

Vorgestellt wurden vom Sportstaatsekretär auch die Schwerpunkte des neuen Bundes-Sportförderungsgesetzes: "Es schafft die gesetzli-chen Grundlagen für VAVÖ (Alpine Vereine), Schulkooperationsprojek-te und für Bewegungsinitiativen ("Fit für Österreich")", so Schweitzer. Anstelle des Gießkannenprinzips in der Förderpolitik wurde ein modernes Förderungsmanagement installiert, welches eine ziel- und ergebnisorientierte Vergabe der finanziellen Mittel vorsieht. Neben der gesetzlichen Verankerung der Fördermaßnahmen für den Behindertensport gibt es auch genügend Mittel für innovative Projekte (1,6 Millionen Euro) im Spitzen-, Breiten-und Gesundheitssport bzw. im Nachwuchs- und Trainerbereich, für die Professionalisierung der Verbände und für das Sportstättenentwicklungsprogramm, so Schweitzer. Für die Aktion "Fit für Österreich", in Kärnten gibt es bereits einige zertifizierte Vereine, stehen 1,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Sportstaatssekretär gab auch bekannt, dass vor dem Sommer ein Anti-Dopinggesetz im Parlament verabschiedet werden könnte. "Eine Punktuation ist bereits vorgestellt worden und soll in vier Wochen in den Ministerrat", so Schweitzer. Die wichtigsten Eckpunkte des Entwurfes sehen vor, dass bei einem Dopingvergehen seitens eines Sportlers bzw. eines Verbandes die Sportförderung sofort gestrichen wird. Jeder Sportler habe im Dopingverdacht jedoch das Recht, sich an ein Schiedsgericht zu wenden.

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