• 13.03.2006, 13:43:49
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Kärnten erhält einen Olympiastützpunkt

LH Haider und Sport-Staatssekretär Schweitzer präsentierten Schwerpunkte der "Bundessportförderung Neu"

Klagenfurt (LPD) - Die österreichweite Informationstour zum neuen
Bundessportförderungsgesetz machte heute, Montag, in Kärnten
Stati-on. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Medienraum der Kärntner
Landesregierung präsentierten Landeshauptmann Jörg Haider und
Sport-Staatssekretär Karl Schweitzer die Schwerpunkte. "Der
österreichische Sport ist 2006 stark dotiert, in Summe fließen heuer
98,9 Millionen Euro in den Sport. Die Sportmilliarde (Anmerkung: in
Schilling) ist damit ab heuer realisiert", freuten sich Haider und
Schweitzer.

Die Finanzierung des österreichischen Sports steht im wesentlichen
auf zwei Säulen: der Besonderen und der Allgemeinen
Bundessportförderung. Für die Besondere Sportförderung oder
Basisfinanzierung werden 2006 an die 54 Millionen Euro aufgewendet.
Für die Allgemeine Bundessportförderung, mit ihr werden
beispielsweise das Spitzensport-Programm "Top-Austria" oder
Nachwuchs-Programme finanziert, stehen 15,3 Millionen Euro zur
Verfügung. Von der neuen Förderung profitieren künftig die
Fachverbände. Ihre Förderung wurde von 7,2 Millionen auf 14,6
Millionen Euro erhöht.

Erfreut zeigt sich der Landeshauptmann darüber, dass auch Kärnten
vom neuen Gesetz, es trat mit 1. Jänner 2006 in Kraft, profitiere.
"Im Rahmen der Errichtung des EM-Stadions wird neben dem
Ballspielzentrum und der Fußball-Akademie nun auch ein
Olympiastützpunkt errichtet", gab Haider bekannt. In ihm sollen
künftig rund 30 Spitzensportler eine optimale sportliche Betreuung
erhalten. Insgesamt sind in Österreich fünf Olympiastützpunkte
geplant. Weiters vorgesehen sind der Spatenstich für das Ruderzentrum
Völkermarkt und die Evaluierung des St. Veiter
Bewegungskindergartens. In den Schulen des Landes sollen in die
Nachmittagsbetreuung ab Herbst auch die örtlichen Sportvereine
miteingebunden werden.

Vorgestellt wurden vom Sportstaatsekretär auch die Schwerpunkte
des neuen Bundes-Sportförderungsgesetzes: "Es schafft die
gesetzli-chen Grundlagen für VAVÖ (Alpine Vereine),
Schulkooperationsprojek-te und für Bewegungsinitiativen ("Fit für
Österreich")", so Schweitzer. Anstelle des Gießkannenprinzips in der
Förderpolitik wurde ein modernes Förderungsmanagement installiert,
welches eine ziel- und ergebnisorientierte Vergabe der finanziellen
Mittel vorsieht. Neben der gesetzlichen Verankerung der
Fördermaßnahmen für den Behindertensport gibt es auch genügend Mittel
für innovative Projekte (1,6 Millionen Euro) im Spitzen-, Breiten-
und Gesundheitssport bzw. im Nachwuchs- und Trainerbereich, für die
Professionalisierung der Verbände und für das
Sportstättenentwicklungsprogramm, so Schweitzer. Für die Aktion "Fit
für Österreich", in Kärnten gibt es bereits einige zertifizierte
Vereine, stehen 1,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Sportstaatssekretär gab auch bekannt, dass vor dem Sommer ein
Anti-Dopinggesetz im Parlament verabschiedet werden könnte. "Eine
Punktuation ist bereits vorgestellt worden und soll in vier Wochen in
den Ministerrat", so Schweitzer. Die wichtigsten Eckpunkte des
Entwurfes sehen vor, dass bei einem Dopingvergehen seitens eines
Sportlers bzw. eines Verbandes die Sportförderung sofort gestrichen
wird. Jeder Sportler habe im Dopingverdacht jedoch das Recht, sich an
ein Schiedsgericht zu wenden.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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