Pirklhuber: Grillitsch öffnet Tür und Tor für Gentechnikanbau bei Energiepflanzen

Parlamentsdebatte entlarvt Lippenbekenntnisse der ÖVP für Gentechnikfreiheit

Wien (OTS) - "Es ist erschütternd mit welcher Unverfrorenheit sich Bauernbundpräsident Grillitsch für den Gentechnikanbau bei Energiepflanzen ausspricht, obwohl die Mehrheit der österreichischen und europäischen Bevölkerung Gentech-Pflanzen generell ablehnt", kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber ,die hetige Aussage von Grillitsch in der Parlamentsdebatte. Grillitsch sagte heute wörtlich: ‚Ich bin dafür, dass die Gentechnik nicht in der Nahrungskette stattfindet, sondern nur in der Energieproduktion.’

"Die Lippenbekenntnisse von Pröll für den gentechnikfreien Anbau in Österreich auf Basis des Freiwilligkeitsprinzips sind inakzeptabel. Statt im soeben vorgelegten Maßnahmenpaket für das neue Agrarumweltprogramm (ÖPUL) 2007-2013 den Einsatz von gentechnikfreiem Saatgut zur Erhaltung der biologischen Vielfalt - wie dies die Grünen bereits seit 2003 fordern - festzuschreiben, versteckt sich Pröll hinter einem unverbindlichen Schreiben eines EU-Beamten, dass dies nicht ginge. In Österreich wird diese Forderung sowohl durch 4-Parteienanträge in den Bundesländern Kärnten und Burgenland als auch durch politische Willenserklärungen in der Steiermark und Oberösterreich unterstützt", informiert der Grün-Abgeordnete.

Der umfassende Antrag der Grünen formuliert den aktuellen Handlungsbedarf anlässlich des vorläufigen WTO-Panelberichtes im Gentechnik-Streit, wurde von ÖVP und FPÖ abgelehnt. Im Antrag wird unter anderem die EU-rechtliche Absicherung des Selbstbestimmungsrechtes der gentechnikfreien Regionen, die Aufrechterhaltung und Ausweitung der aktuellen Gentechnik-Importverbote, die Etablierung einer unabhängigen Risikoforschung auf EU-Ebene und die Anerkennung des Vorsorgeprinzips auf WTO-Ebene gefordert.

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