Grossmann zu Piber: Vierparteien-Antrag erst nach öffentlichem Druck auf ÖVP möglich

Wien (SK) - "Aufgrund der langen Vorgeschichte können wir nicht in die Lobeshymnen zu diesem Vierparteien-Antrag einstimmen", so SPÖ-Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann am Donnerstag im Nationalrat. Erst nach langem, öffentlichem Druck sei auch die ÖVP auf die Linie der Vernunft zurückgekehrt und habe vom Sommerquartier für die Lipizzaner in Niederösterreich abgesehen. ****

Der Sündenbock für eine Vielzahl von Managementfehlern nach der missglückten Ausgliederung der Spanischen Hofreitschule 2001 sei immer das Gestüt Piber gewesen, so die Kritik Grossmanns. "Die Finanzlage ist äußerst prekär", so die SPÖ-Abgeordnete. Außerdem seien in den letzten Monaten zahlreiche Schlüsselkräfte entfernt worden, die zu einem Kompetenzvakuum im Bereich der Zucht zur Folge gehabt haben, wie auch ausgewiesene Experten festgestellt hätten. "Das reiht sich in eine Fülle von Managementfehlern wie überaus teuren Beraterverträgen", führte Grossmann aus.

Auch die Landwirtschaft hätte aufgelöst werden sollen, obwohl diese in einem Gutachten als Grundlage genannt wurde. Das äußerst fragwürdige Sommerquartier in Niederösterreich sei von seinen Dimensionen deutlich zu großzügig geplant gewesen und auch Stuten und Fohlen hätten dort für längeren Zeitraum eingestellt werden sollen. In Niederösterreich sei bereits von einem "Lipizzanerzentrum" und einem Tourismusmagnet die Rede gewesen. "Frei nach dem Motto: wenn es Pröll will, dann wird er es auch bekommen", so die Kritik Grossmanns. Nur große Sorgen der Bevölkerung und parteiübergreifende Bürgerinitiativen hätten zur Folge gehabt, dass nun auch die ÖVP ihren Kurs geändert habe und heute ein Vierparteien-Antrag möglich sei, so Grossmann abschließend. (Schluss) js

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