Josef Pröll: Anbau von GVO einen Riegel vorschieben

Wien (ÖVP-PK) - Wir arbeiten konsequent daran weiter, Gentechnik aus der österreichischen Landwirtschaft draußen zu halten. Dieser Kurs ist für uns ohne Alternative und wir haben in Österreich und auf europäischer Ebene so viel wie niemand in Europa dafür getan. Bis dato ist es uns auch gelungen, dem Anbau von GVO einen Riegel vorzuschieben. Das sagte Umweltminister Josef Pröll heute, Donnerstag, im Plenum des Nationalrates. Wichtig ist Pröll dabei, genau zu differenzieren, ob es um Gentechnik in der Medizin, in der Landwirtschaft oder in Lebensmitteln geht. "Da wird vieles populistisch vermischt." ****

"Mit der Gentechnikcharta haben wir ein klares Bekenntnis abgelegt, Gentechnik aus Saatgut und Auspflanzungen in Österreich fernzuhalten. Das ist bis jetzt hervorragend gelungen und diese Linie werden wir auch weitergehen", fuhr Pröll fort und erinnerte daran, dass er selbst im Zuge langer Verhandlungen mit den europäischen Umweltministerin in Brüssel eine Mehrheit für die Verbotsverordnungen organisieren konnte. "Daher ist der Anbau in Österreich nach wie vor gentechnikfrei. Das ist angewandte Politik in Europa." Optimistisch ist der Umweltminister, dass Österreich auch nach den WTO-Entscheidungen im Juni dieses Jahres seine konsequente Linie weiterverfolgen können wird.

Klare Regelungen gebe es in Österreich auch, um den Konsumentinnen und Konsumenten mittels genauer Kennzeichnung die Wahlfreiheit bei gentechnikfreien bzw. gentechnikveränderten Lebensmitteln bzw. Futtermitteln zu garantieren. "Die österreichischen Biobauern - und das sind zehn Prozent unserer Bauern - produzieren absolut gentechnikfrei", skizzierte Pröll in diesem Zusammenhang die "Erfolgsstory der österreichischen Landwirtschaft."

Zur Frage des europäischen Engagements in der Frage der Gentechnik kündigte der Minister schließlich die erste europäische Gentechnikkonferenz an, die die österreichischen EU-Ratspräsidentschaft vom 4. bis 6. April 2006 in Wien veranstalten wird. Etwa 700 Experten, NGOs und Bürgerinnen und Bürger werden dabei das Thema Gentechnik auf europäischer Ebene gemeinsam diskutieren, so etwa die Fragen von Gentechnikfreiheit, Koexistenz, Gentechnik und Landbau.
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