- 22.02.2006, 16:14:40
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ÖGB zu WKÖ-Forderungen: "Armut nicht per Gesetz verordnen"
Arbeitslosigkeit und nicht Arbeitslose bekämpfen
Wien (ÖGB) - Die angedachten Überlegungen der Wirtschaftskammer
Österreich in Richtung einer weiteren Verschärfung der
Zumutbarkeitsbestimmungen, werden vom ÖGB zurückgewiesen. Das Abgehen
von der seinerzeit auf Sozialpartnerebene festgelegten Vereinbarung
wäre ein Schritt in die falsche Richtung", kontert Dr. Richard
Leutner, Leitender Sekretär im ÖGB.++++
Die Wünsche der WKÖ widersprächen auch unserem System der
Arbeitslosenversicherung, so Leutner weiter, die auf Grund von
einbezahlten Beiträgen den Arbeitslosen mit einem angemessenen
Einkommen (Entgeltschutz) die Möglichkeit bieten soll, wieder einen
adäquaten Job zu finden. Leutner: "Die Bekämpfung der
Arbeitslosigkeit kann nicht dadurch erfolgen, dass mit einer offenbar
von der Wirtschaftkammer Österreich gewünschten Senkung des
Entgeltschutzes 'Armut per Gesetz' verordnet wird. Abschließend
verweist der Leitende Sekretär auch darauf, dass die Leistungen der
Arbeitslosenversicherung in Österreich im internationalen Vergleich
ohnehin am unteren Ende rangieren. (ew)
ÖGB, 22. Februar 2006 Nr. 111
Rückfragehinweis:
ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Ernst Weber
Tel.: (++43-1) 534 44/361 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
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