Mandak: BZÖ-"Familienpaket" am Rande der Lächerlichkeit

Grüne fordern skandinavische Modelle statt Mütterprämien

Wien (OTS) - Die Familiensprecherin der Grünen, Sabine Mandak, äußerte sich heute kritisch bis belustigt über die Vorstellung eines "Familienpaketes" durch BZÖ-Sprecher Uwe Scheuch. "Was hier präsentiert wird, erinnert in seiner ideologischen Ausrichtung ans vorige Jahrhundert. Die Erhöhung der Geburtenrate als einziges familienpolitisches Ziel mit Maßnahmen wie Geburtenprämien und Mütterpensionen erreichen zu wollen, entspricht nicht den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts".

Ein Blick nach Skandinavien oder nach Frankreich könnte laut Mandak dem BZÖ rasch klarmachen, wie eine Erhöhung der Geburtenrate zu erreichen sei: mit aktiver Gleichstellungspolitik, flächendeckender Kinderbetreuung und einkommensabhängigem Karenzgeld. Diese Rahmenbedingungen können tatsächlich einen Beitrag leisten, damit Menschen Kinder bekommen und zwar ohne gravierende Nachteile im Beruf. Die skandinavischen Länder und Frankreich haben durchwegs eine höhere Geburtenrate als Österreich. Das kürzlich präsentierte grüne Karenzmodell entspricht genau diesem Modell, da es eine einkommensabhängige Komponente hat.
"Überdies", so Mandak weiter, "verstehe ich überhaupt nicht, was etwa die zuständige BZÖ-Sozial- und Familienministerin Haubner daran hindert, die von ihrer Partei so hochgepriesenen Maßnahmen in die Realität umzusetzen". Der tatsächliche Wille dazu sei offenbar nicht vorhanden, wie auch die inhaltsleeren Debattenbeiträge der Sozialministerin in der "Offen gesagt"-Diskussion vergangenen Sonntag gezeigt hat.

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