Ärztekammer: GKK-Gehälter wichtiger als Versorgung der Versicherten

Steinhart: "Privilegienerhalt und Postenschacher im Schlaraffenland der Krankenkassen, aber kein Geld für Ärzte und Versicherte"

Wien (OTS) - Die jüngste Ankündigung von Sozialministerin Ursula Haubner, die "Weißen Elefanten aus der Sozialversicherung abzuschaffen", stößt bei der Wiener Ärztekammer auf große Zustimmung. Johannes Steinhart, Vizepräsident und Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, dazu: "Anscheinend ist der Sozialversicherung die finanzielle Absicherung ihrer Mitarbeiter wichtiger als die medizinische Versorgung der Wienerinnen und Wiener." ****

In der Wiener Gebietskrankenkasse würden Unmengen an Geld für leitende oder pragmatisierte Angestellte ausgegeben, "die auch noch 2,65 Prozent Gehaltserhöhung pro Jahr erhalten". Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung in Wien sei der Kasse aber nicht einmal die Abgeltung der Inflationsrate wert, so Steinhart, der von "empörenden Zuständen" spricht und die Versorgung der Wiener Bevölkerung als "gefährdet" ansieht.

Schlaraffenland Gebietskrankenkasse

Steinhart: "Anhand dieser Zahlen frage ich mich wirklich, welche Aufgabe die Wiener Gebietskrankenkasse eigentlich hat. Für ihre Verwaltungsmitarbeiter schlaraffenlandartige Zustände sicherzustellen oder für die medizinische Versorgung der Wiener Versicherten geradezustehen?" In der Gebietskrankenkasse fließe anscheinend so viel Geld in die Verwaltung, dass man kein Geld mehr für die Versorgung der Versicherten habe, so die Vermutung des Ärztekammer-Vizepräsidenten.

Steinhart: "Ich bin schon gespannt, wie uns die Wiener Gebietskrankenkasse erklären wird, dass sie zwar genug Geld für die eigenen Gehaltssteigerungen in Höhe der Inflationsrate hat, im Gegenzug aber nicht bereit ist, die entsprechenden Leistungen der Wiener Ärztinnen und Ärzte im Sinne der Versorgung der Versicherten abzugelten." (bb)

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