• 02.02.2006, 14:50:20
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AK: Trauriger Rekord bei Arbeitslosen - mehr als 56.000 ohne Job

Linz (OTS) - Laut Arbeitslosenstatistik hat die Arbeitslosigkeit
in Oberösterreich einen neuen Höchststand erreicht. Gegenüber dem
Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von mehr als vier Prozent. Seit
über einem Jahr ist damit die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich
stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt, kritisiert AK-Präsident
Kalliauer.

Zusätzlich zu den 40.320 offiziell gemeldeten Arbeitslosen sind in
Oberösterreich derzeit 9.029 Personen in Schulungen untergebracht, zu
berücksichtigen sind weiters Pensionsvorschussbezieher/-innen,
Arbeitslose in Krankenstand, Lehrstellensuchende oder Arbeitslose mit
Bezugssperre. Insgesamt sind damit in Oberösterreich rund 56.000
Menschen auf Arbeitssuche.

Besonders betroffen sind ein weiteres Mal Personen ab 50 Jahren
(+8,2 Prozent gegenüber Jänner 2005) aber auch Personen im
Haupterwerbsalter zwischen 25 bis 49 Jahren (+4,4 Prozent). Auch die
Jugendarbeitslosigkeit verzeichnet einen neuen Rekordwert: 13.607
Jugendliche und junge Arbeitnehmer/-innen sind derzeit in
Oberösterreich auf Arbeitssuche (Lehrstellensuchende und 15- bis
24-Jährige in Schulung bzw. Arbeitslose). Die Zahl der
Lehrstellensuchenden hat wieder zugenommen - ein Indiz dafür, dass
die großzügigen Fördermaßnahmen ineffizient
sind.

Am höchsten ist die Arbeitslosigkeit bei Personen mit niedrigeren
Qualifikationen. Die Hälfte der ausgewiesenen Arbeitslosen haben nur
Pflichtschulabschluss. "Qualifizierungsmaßnahmen müssen deshalb so
angelegt werden, dass ein Berufsabschluss nachgeholt werden kann",
fordert AK-Präsident Kalliauer. Diese Schulungen dauern länger und
müssen deshalb finanziell besser abgesichert werden. Er fordert
deshalb die Einführung eines Bildungszuschusses, damit Personen, die
eine Berufsausbildung nachholen wollen, über diesen Zeitraum auch
finanziell über die Runden kommen.

"Wir müssen leider feststellen, dass die im letzten Jahr von der
Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Investitionsförderung
überhaupt nichts fruchten", stellt AK Präsident Johann Kalliauer
fest. Wenn man die Konjunktur ankurbeln will, dann braucht es ein
Investitionsprogramm der öffentlichen Hand und Maßnahmen zur Stärkung
der Massenkaufkraft - insbesondere die steuerliche Entlastung
niedriger und mittlerer Einkommen.

Kontakt: Mag. Norbert Ramp, Tel. 050/6906-2187
E-Mail: [email protected]

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Tel.: (0732) 6906-2182
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com

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