- 02.02.2006, 13:12:02
- /
- OTS0215 OTW0215
Maier zu Internet-Apotheken: Rauch-Kallat muss europaweite Initiative starten
Gesundheitsministerin hat dies 2005 in Aussicht gestellt
Wien (SK) - SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier forderte
Gesundheitsministerin Rauch-Kallat auf, "ihre im Vorjahr gemachten
Versprechungen wahr zu machen und die angekündigte österreichische
Initiative während der Ratspräsidentschaft zur Frage der
Internet-Apotheken und der Arzneimittel-Bestellungen im Internet zu
realisieren". Der Missbrauch in diesem Bereich grassiere nach wie
vor. Die WHO warne seit mehr als zwei Jahren vor wirkungslosen bzw.
gefährlichen gefälschten Arzneimitteln, die über das Internet
feilgeboten würden. ****
Maier: "Das Geschäft mit Medikamenten, die per Internet bestellt
werden können, boomt. Leider auch die Zahl der schwarzen Schafe, die
mit gefälschten Präparaten die Gesundheit der Bevölkerung gefährden."
Österreich müsse die Zeit der Ratspräsidentschaft nutzen, um hier zu
mehr Rechtssicherheit zu gelangen und die vielen ungeklärten Fragen
in diesem Zusammenhang einer Lösung zuzuführen. Entscheidend sei in
diesem Bereich "eine institutionalisierte Marktkontrolle und
-beobachtung", betonte der SPÖ-Abgeordnete.
Die Bandbreite gefälschter Arzneimittel sei breit und reiche von
vergleichsweise harmlosen unwirksamen Präparaten über gefälschte
Tamiflu-Generika bis hin zu verunreinigten Nahrungsergänzungsmitteln
(Dopingproblematik). Aktuell sei die Frage deswegen, "weil gestern
der Österreich-Ableger der deutschen Internet-Apotheke 'bioapo' ihren
Betrieb aufgenommen hat, obwohl der Versandhandel mit Arzneimitteln
in Österreich noch immer verboten ist", so Maier am Donnerstag
gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.
In die Pflicht zu nehmen sei im Zusammenhang mit
Arzneibestellungen im Internet freilich auch der Finanzminister, da
eine Reihe ungeklärter zollrechtlicher Fragen bei Internet-Apotheken
bestünde, insbesondere auch mit der erwähnten österreichischen
Internet-Apotheke, so Maier weiter. Für Grasser wie für Rauch-Kallat
biete sich "die Gelegenheit, ausnahmsweise mit einer Positivmeldung
auf sich aufmerksam zu machen und die vielen offenen Fragen zu
klären", so Maier abschließend. (Schluss) wf/mm
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK






