Maier zu Internet-Apotheken: Rauch-Kallat muss europaweite Initiative starten

Gesundheitsministerin hat dies 2005 in Aussicht gestellt

Wien (SK) - SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier forderte Gesundheitsministerin Rauch-Kallat auf, "ihre im Vorjahr gemachten Versprechungen wahr zu machen und die angekündigte österreichische Initiative während der Ratspräsidentschaft zur Frage der Internet-Apotheken und der Arzneimittel-Bestellungen im Internet zu realisieren". Der Missbrauch in diesem Bereich grassiere nach wie vor. Die WHO warne seit mehr als zwei Jahren vor wirkungslosen bzw. gefährlichen gefälschten Arzneimitteln, die über das Internet feilgeboten würden. ****

Maier: "Das Geschäft mit Medikamenten, die per Internet bestellt werden können, boomt. Leider auch die Zahl der schwarzen Schafe, die mit gefälschten Präparaten die Gesundheit der Bevölkerung gefährden." Österreich müsse die Zeit der Ratspräsidentschaft nutzen, um hier zu mehr Rechtssicherheit zu gelangen und die vielen ungeklärten Fragen in diesem Zusammenhang einer Lösung zuzuführen. Entscheidend sei in diesem Bereich "eine institutionalisierte Marktkontrolle und -beobachtung", betonte der SPÖ-Abgeordnete.

Die Bandbreite gefälschter Arzneimittel sei breit und reiche von vergleichsweise harmlosen unwirksamen Präparaten über gefälschte Tamiflu-Generika bis hin zu verunreinigten Nahrungsergänzungsmitteln (Dopingproblematik). Aktuell sei die Frage deswegen, "weil gestern der Österreich-Ableger der deutschen Internet-Apotheke 'bioapo' ihren Betrieb aufgenommen hat, obwohl der Versandhandel mit Arzneimitteln in Österreich noch immer verboten ist", so Maier am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

In die Pflicht zu nehmen sei im Zusammenhang mit Arzneibestellungen im Internet freilich auch der Finanzminister, da eine Reihe ungeklärter zollrechtlicher Fragen bei Internet-Apotheken bestünde, insbesondere auch mit der erwähnten österreichischen Internet-Apotheke, so Maier weiter. Für Grasser wie für Rauch-Kallat biete sich "die Gelegenheit, ausnahmsweise mit einer Positivmeldung auf sich aufmerksam zu machen und die vielen offenen Fragen zu klären", so Maier abschließend. (Schluss) wf/mm

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