• 02.02.2006, 12:52:38
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Greenpeace: Politikerautos ohne Partikelfilter vor dem Parlament

Greenpeace fordert Politiker auf, mit gutem Beispiel voranzugehen

Wien (OTS) - Anläßlich der heutigen Sondersitzung des
Nationalrates fotografierte Greenpeace vor dem Parlament geparkten
Autos von Parlamentariern. Mehr als die Hälfte der über 100 Autos,
die auf den für Parlamentarier und öffentlichen Dienst reservierten
Parkflächen stehen, sind Dieselautos. Eine stichprobenartige
Untersuchung von Greenpeace bestätigte, dass die älteren Dieselautos
keine Partikelfilter haben. Nur die wenigsten Diesel sind so neu,
dass sie wahrscheinlich einen Russpartikelfilter haben". Trotz 7000
Euro Monatsgehalt reichen die von der Politik gesetzten Anreize nicht
aus, dass sie ihre eigenen Fahrzeuge feinstaubfrei machen" kritisiert
Greenpeace Verkehrsexperte Erwin Mayer die Politik des "Wasser
predigen und Wein trinken"

Seit Jahresbeginn gilt das Bonus-/Malussystem bei der Förderung
von Partikelfilter für alle Diesel-PKW. Für ein Auto mit Filter
bekommt ein Bonus von 300 Euro, für ein Auto ohne Filter zahlen die
Autokäufer bis zu maximal 150 Euro. Für eine Nachrüstung gibt es eine
geringe Förderung nur von einigen Bundesländern. Der Einbau von einem
Filter kostet allerdings 500 - 1000 Euro. "Dieses Anreizsystem reicht
offenbar nicht aus, dafür zu sorgen, dass selbst die Dieselautos der
Politikerautos rasch mit Partikelfilter ausgestattet werden", so
Mayer. "Wir fordern jetzt die Parlamentarier auf, uns mitzuteilen wie
sauber ihr Dienst- und Privatauto ist, und uns zu sagen, ob es einen
Partikelfilter und Stickoxid-Kat eingebaut ist. Abgesehen hiervon
sollen gerade Politiker an Tagen mit massiver Feinstaubbelastung mit
öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen!"

Greenpeace fordert sofort wirksame Maßnahmen gegen den Feinstaub.
"Die selektiven Fahrverbote die es in Klagenfurt oder Graz geben
wird, sind ein großer Schritt in die richtige Richtung", so Mayer.
"Wir fordern andere Städte auf, diesem Beispiel zu folgen. Anders als
die Grünen fordern wir auch die Einführung einer ökologisch
gestaffelten Citymaut. Saubere Autos sollen wenig Zahlen, Stinker
deutlich mehr. Mit den Einnahmen könnte auch die raschere Umrüstung
mit Partikelfiltern sowie den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel
finanziert werden."

Rückfragehinweis:
Mag. Erwin Mayer, Greenpeace-Verkehrsexperte
Tel.: 0664-2700441

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP

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