Erklärung des Vorsitzes im Namen der Europäischen Union zur Eröffnung des CARICOM-Binnenmarktes

Wien (OTS) - Die Europäische Union möchte der Karibischen Gemeinschaft zur offiziellen feierlichen Eröffnung des CARICOM-Binnenmarktes am 30. Januar 2006 in Kingston, Jamaika, ihre Glückwünsche aussprechen. Das Inkrafttreten der ersten Komponente des CARICOM-Binnenmarktes und Wirtschaftsraums (CARICOM Single Market and Economy - CSME) wird von der Europäischen Union mit großer Befriedigung begrüßt.

Die EU wird die Vollendung und das Funktionieren des CSME, der ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Integration und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Abkommen über eine Wirtschaftspartnerschaft mit der EU ist, nachdrücklich unterstützen. Sie begrüßt die Einführung der Binnenmarktkomponente des CSME. Diese wird im Rahmen des EU-LAK-Prozesses und der regionalen Zusammenarbeit zweifelsohne dazu beitragen, bestehende regionale Einrichtungen und Politiken auszubauen und zu straffen, damit sie reibungslos funktionieren.

Die EU begrüßt auch die Errichtung des neuen Regionalentwicklungsfonds, der benachteiligte CARICOM-Länder im Hinblick auf das Funktionieren des Binnenmarktes unterstützen soll.

Die EU ist davon überzeugt, dass die regionale Integration ein entscheidender Faktor für Wirt schaftswachstum und Investitionen und somit für die Entwicklung der Region ist. Des Weiteren wird die Einrichtung des CSME eine reibungslose und schrittweise Integration der Region in die Weltwirtschaft fördern.

Indem die EU ihre Handelsbeziehungen mit einer umfangreichen Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Entwicklung verbindet, wird sie ihrerseits ihre Partner in der Karibik weiterhin unterstützen und ihnen behilflich sein, die Chancen zu nutzen, die die neuen globalen Herausfor derungen bieten.

Die EU sieht einer Ausweitung und Weiterentwicklung des CSME erwartungsvoll entgegen.

Die Beitrittsländer Bulgarien und Rumänien, die Bewerberländer Türkei und Kroatien* und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien*, die Länder des Stabilisierungs- und Assoziierungsprozesses und potenziellen Bewerberländer Albanien, Bosnien und Herzegowina sowie Serbien und Montenegro und die dem Europäischen Wirtschaftsraum angehörenden EFTA-Länder Island und Norwegen sowie die Ukraine und die Republik Moldau schließen sich dieser Erklärung an.

* Kroatien und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien nehmen weiterhin am Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess teil.

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