ARBÖ Wien gegen City Maut

Nachdenken ja, aber nicht konzeptlos - Optimierung der funktionierenden Parkraumbewirtschaftung statt ungerechtfertigte Zusatzbelastung

Wien (OTS) - Der ARBÖ Wien lehnt die Einführung einer City-Maut für Wien ab. Statt die Autofahrer, die Jahr für Jahr 10,5 Milliarden an automotiven Steuern und Abgaben zahlen, neuerlich zur Kassa zu bitten sollte die funktionierende Parkraumbewirtschaftung weiter optimiert werden, schlägt Herbert Hübner, Geschäftsführer des ARBÖ Wien vor.

"Nur weil eine City Maut in London und Stockholm -möglicherweise wegen der zusätzliche verhängten Strafen - mehr Einnahmen und weniger Verkehr bringt, heißt das noch lange nicht, dass dies auch in Wien so sein wird. Die City-Maut in London kann aus vielen Gründen nicht Eins zu Eins auf Wien übertragen werden" fügt Hübner hinzu. Der Leidensdruck in der britischen Hauptstadt war weitaus größer. Bisher galt die City-Maut in London nur für eine gleichgroße Fläche wie die Wiener Innenstadt. "So ein Modell nur für die Wiener Innenstadt würde keine Verbesserung bringen, sondern -ganz im Gegenteil - die angrenzenden Bezirke zusätzlich belasten.

Für eine City-Maut würden teurer Kontroll-Installationen nötig. Doch in der Wiener City gibt es bereits eine gebührenpflichtige Kurzparkzone, ein Parkpickerl für die Innenstadtbewohner und immerhin 20 Parkgaragen. Der ARBÖ Wien regt an, darüber nachzudenken, wie die bestehenden Stellplätze in den Garagen noch besser ausgelastet werden könnten, um unnötige Kilometer bei der Parkplatzsuche zu vermeiden.

"Nachdenken kann kein Sündenfall sein", stimmt der Geschäftsführer des ARBÖ Wien der neuen Bezirksvorsteherin der Innenstadt zu. Überlegungen über Änderungen des Verkehrsflusses sollten tunlichst zielgerichtet sein und bedürften nachhaltiger Konzepte. Die bisherigen Wortmeldungen, in denen geplante Parkprojekte in Frage gestellt und kleinräumige Nachtfahrverbote angedacht wurden, lassen ein schlüssiges Gesamtkonzept allerdings vermissen. "Statt mit unkoordinierten Einzelmeldungen mediale Präsenz zu erreichen, wäre eine Gesamtkonzept überfällig, das eine Balance zwischen Interessen der Stadtbewohner und des Wirtschaftsstandortes berücksichtigt.

"Was zum Beispiel ist das Ziel der angekündigten Nachfahrtverbote am Rudolfsplatz? Will man den Wirtschaftstandort Innenstadt, konkret die hier ansässigen Gastronomiebetriebe durch konzeptlose Einschränkungen gefährden, oder will man den wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern zu mehr Nachtruhe verhelfen."

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