Lapp kritisiert skandalöse Aussagen des Milizverbands-Präsidenten

Hoher Beamter des Bundesheeres spielt behinderte Menschen und Milizsoldaten gegeneinander aus

Wien (SK) - Als "skandalös" bezeichnete SPÖ-Behindertensprecherin Christine Lapp Aussagen des Präsidenten des Milizverbandes, Schaffer, in der heutigen "Presse". Laut "Presse"-Bericht kann sich Schaffer vorstellen, die Verpflichtung für Betriebe zu ändern, behinderte Menschen einzustellen. Wer statt eines Menschen mit Behinderung einen Angehörigen der Miliz einstellt, müsste demnach keine Pönale bezahlen. Lapp weist dieses Ansinnen Schaffers aufs Schärfste zurück. "Ich frage mich, ob Schaffer genau weiß, was er hier vorschlägt. Denn eine Umsetzung dieser krausen Idee würde bedeuten, dass Menschen, die ohnehin bereits schwer benachteiligt sind, noch mehr an den Rand gedrängt werden", so die SPÖ-Behindertensprecherin am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Lapp fordert eine umgehende Stellungnahme von Verteidigungsminister Platter, was er zu den Vorstellungen Schaffers sagt. Die SPÖ-Behindertensprecherin erwartet sich vom Verteidigungsminister eine klare Distanzierung. Denn, so Lapp, es könne nicht sein, dass ein hoher Beamter des Bundesheeres Vorschläge unterbreitet, die dazu führen, dass behinderten Menschen der Arbeitsplatz weggenommen wird und verschiedene Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. (Schluss) ps

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0007