- 25.01.2006, 12:31:12
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Leitl: "Österreichischer Pioniergeist bei Lösung von Umweltproblemen weltweit geschätzt"
"Vorhandene Ressourcen durch Umweltcluster noch besser aufeinander abstimmen" - Aktuelle WIFO-Studie dokumentiert positive Entwicklung im Detail
Wien (PWK035) - "Österreichischer Pioniergeist wird gerade bei der
Lösung von Umweltproblemen weltweit geschätzt. Die heimische
Umwelttechnikindustrie hat daher ausgezeichnete Chancen, am rasanten
Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Umweltgütern teilzuhaben und
sich ein beachtliches Stück von diesem Kuchen abzuschneiden",
erklärte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph
Leitl, heute, Mittwoch, zur Eröffnung der Veranstaltung
"Österreichische Umwelttechnikindustrie" in Haus der Wirtschaft.
Wiesehr sich Ökoenergie- und Umwelttechnik im vergangenen Jahrzehnt
positiv entwickelt haben, dokumentiert die jüngste
WIFO-Branchenanalyse, die die stellvertretende Leiterin des WIFO,
Angela Köppl, im Rahmen der Veranstaltung präsentierte.
Die heimische Öko-Industrie wächst, so Präsident Leitl, mit 7,7
Prozent pro Jahr bedeutend schneller als die österreichische
Wirtschaft insgesamt. Die Forschungsquote im Bereich der
Umwelttechnologie ist mit 5,6 Prozent mehr als doppelt so hoch wie
jene der sonstigen Sachgüterproduktion. Besonders forschungsintensiv
sind Unternehmen, die Abfalltechnologien produzieren (6,7 Prozent),
die zweithöchste F&E-Quote entfällt auf den Bereich Luft. Es gehe
jetzt darum, das reichlich vorhandene Potenzial bestmöglich
auszuschöpfen: "Ich habe den Auftrag erteilt, alle vorhandenen
Ressourcen noch besser aufeinander abzustimmen, um die Marke
´Umwelttechnik made in Austria` weltweit noch besser zu
positionieren", kündigte der WKÖ-Präsident an. Dies sollte in Form
eines "Energie- und Umwelttechnikclusters" geschehen, der als Basis
für weitere Kooperationen und Netzwerke dient. Ein entsprechendes
Konzept soll bereits in den nächsten Wochen vorliegen.
Die Branche, so WIFO-Vizechefin Köppl in ihrer Analyse, ist durch
eine zunehmende Spezialisierung der Anbieter geprägt. Der Anteil von
Unternehmen, die ausschließlich Umwelttechnologien produzieren, nimmt
zu, wobei der Trend hin zu integrierten Technologien geht. Diese
tragen bereits 54 Prozent zum Branchenumsatz bei. Rund ein Drittel
beträgt der Beitrag der klassischen nachsorgenden Technologien, elf
Prozent des Umsatzes entfallen auf Mess-, Steuer- und Regeltechnik.
In der Periode 2000 - 2003 erreichte das durchschnittliche
jährliche Exportwachstum 7,5 Prozent. Herausragend ist nach den
Worten Köppls die Umsatz- und Exportentwicklung im Bereich saubere
Technologien, bei der durchschnittliche Umsatz- und
Exportwachstumsraten von zehn Prozent p.a. erzielt werden konnten.
Bemerkenswert, so Köppl weiter, ist die erwartete
Beschäftigungsentwicklung. 70 Prozent der Befragten gaben an, dass
sie für die nächsten drei Jahre mit einer Beschäftigungsausweitung in
ihrem Unternehmen rechnen. Firmen, die Energietechnologien
produzieren, erwarten dies zu fast drei Viertel.
Nach der Studienautorin kamen Vertreter erfolgreicher Unternehmen
aus der Branche sowie von Wirtschaftskammer und Lebensministerium zu
Wort. Die abschließende Podiumsdiskussion war dem von Präsident Leitl
vorgegebenen Thema gewidmet, wie "Umwelttechnik made in Austria" noch
stärker zu einem Markenzeichen Österreichs entwickelt werden kann.
(hp)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik Dr. Stephan Schwarzer Tel.: (++43) 0590 900-4195 mailto:[email protected] http://wko.at/up
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