Broukal zu Uni-Zugang: Wozu dann die ganze Quälerei?

Gehrer hätte diese Lösung schon vor einem Jahr vorlegen müssen

Wien (SK) - SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal findet die Rückkehr zum Herkunftslandprinzip für Medizin-Studenten "großartig". "Gott sei Dank ist dieser Spuk vorbei, dass hunderte deutsche Studenten hierzulande eine Ausbildung zum Mediziner machen, nur weil sie ihr Heimatland als Studierende ablehnt." Allerdings stellt sich für Broukal nun die Frage: "Wozu die ganze Quälerei? Wozu dann jener Gewaltakt, der nach dem EuGH-Erkenntnis die Universitäten binnen zwei Tagen ohne jede Vorbereitung in das Abenteuer freier Zugang für deutsche Bewerber hineingestoßen hat?" ****

Jetzt alle Zugangsbeschränkungen aufheben

Broukal fordert Gehrer auf, "auf dem raschesten Weg", noch vor dem Beginn des Sommersemester 2006, also Anfang März, jenen Paragrafen zu streichen, der den Universitäten erlaubt, Studierende noch vor Studienbeginn mittels Eingangstests vom Studium auszuschließen.

Der SPÖ-Wissenschaftssprecher spricht von einem "verlorenen Jahr für hunderte Medizinstudenten", das Bildungsministerin Gehrer mit ihrer unüberlegten und unnötigen Öffnung des Hochschulzugangs für deutsche Medizinstudenten zu verantworten habe.

"Diese Lösung hätte Ministerin Gehrer schon vor einem Jahr vorlegen können", so Broukal. Sie habe aber, wie sie auf Anfrage im Nationalrat zugeben musste, vor dem zu erwartenden EuGH-Urteil kein einziges Gespräch mit der deutschen Bildungsministerin oder der EU-Kommission gesucht.

Da Gehrers Säumigkeit auf Kosten hunderter Studierender gehe, könne man nun nicht wie in solchen Fällen normalerweise üblich, sagen: "Ende gut, alles gut", so Broukal abschließend. (Schluss) se

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