- 24.01.2006, 12:08:39
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Broukal zu Uni-Zugang: Wozu dann die ganze Quälerei?
Gehrer hätte diese Lösung schon vor einem Jahr vorlegen müssen
Wien (SK) - SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal findet die
Rückkehr zum Herkunftslandprinzip für Medizin-Studenten "großartig".
"Gott sei Dank ist dieser Spuk vorbei, dass hunderte deutsche
Studenten hierzulande eine Ausbildung zum Mediziner machen, nur weil
sie ihr Heimatland als Studierende ablehnt." Allerdings stellt sich
für Broukal nun die Frage: "Wozu die ganze Quälerei? Wozu dann jener
Gewaltakt, der nach dem EuGH-Erkenntnis die Universitäten binnen zwei
Tagen ohne jede Vorbereitung in das Abenteuer freier Zugang für
deutsche Bewerber hineingestoßen hat?" ****
Jetzt alle Zugangsbeschränkungen aufheben
Broukal fordert Gehrer auf, "auf dem raschesten Weg", noch vor dem
Beginn des Sommersemester 2006, also Anfang März, jenen Paragrafen zu
streichen, der den Universitäten erlaubt, Studierende noch vor
Studienbeginn mittels Eingangstests vom Studium auszuschließen.
Der SPÖ-Wissenschaftssprecher spricht von einem "verlorenen Jahr
für hunderte Medizinstudenten", das Bildungsministerin Gehrer mit
ihrer unüberlegten und unnötigen Öffnung des Hochschulzugangs für
deutsche Medizinstudenten zu verantworten habe.
"Diese Lösung hätte Ministerin Gehrer schon vor einem Jahr
vorlegen können", so Broukal. Sie habe aber, wie sie auf Anfrage im
Nationalrat zugeben musste, vor dem zu erwartenden EuGH-Urteil kein
einziges Gespräch mit der deutschen Bildungsministerin oder der
EU-Kommission gesucht.
Da Gehrers Säumigkeit auf Kosten hunderter Studierender gehe,
könne man nun nicht wie in solchen Fällen normalerweise üblich,
sagen: "Ende gut, alles gut", so Broukal abschließend. (Schluss) se
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