EU-Steuer: Matznetter sieht schwere Differenzen zwischen Schüssel und Grasser

Kanzler und Finanzminister liefern peinliches Schauspiel

Wien (SK) - "Schwere Differenzen" dürfte es zwischen Kanzler Schüssel und Finanzminister Grasser in der Frage der EU-Eigenfinanzierung geben. Zu diesem Schluss kommt SPÖ-Finanz- und Budgetsprecher Christoph Matznetter angesichts des gestrigen Auftritts Grassers in der "ZIB1". Grasser hat dabei neuerlich seine Skepsis gegenüber dem Vorschlag Schüssels bekundet und gemeint, er sei nicht zum Erfinden neuer Steuern angetreten. Interessant sei in dem Zusammenhang, dass das Finanzministerium knapp eine Stunde nach dem "ZIB1"-Interview eine Aussendung (OTS 205) mit dem Titel "Grasser begrüßt Schüssel-Initiative, über Eigenfinanzierung der EU nachzudenken" aussendet. In der Aussendung selbst betont Grasser dann aber erneut, dass es nicht seine Aufgabe sei, über neue Eigenfinanzierungsquellen nachzudenken. ****

Was auch immer der Grund für Grassers Verrenkungen sei, die Optik sei alles andere gut. "Denn der persönliche Zick-Zack-Kurs des Finanzministers wird immer hektischer, je näher der Wahltag rückt. Jetzt schwanken die Wortspenden Grassers bereits im Stundentakt." Das Schauspiel, das Schüssel und Grasser hier liefern, sei jedenfalls für Österreich, das momentan die EU-Ratspräsidentschaft innehat, "nicht nur peinlich, sondern für das ganze Land mehr als schädlich", hielt Matznetter am Dienstag abschließend gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. (Schluss) ps

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