- 13.01.2006, 15:03:03
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OeNB - Fälschungen in Österreich 2005 halbiert -
OeNB, BM.I und Staatsanwaltschaft präsentieren die Euro-Fälschungsstatistik für das Jahr 2005
Wien (OTS) - Im 2. Halbjahr 2005 lag die Zahl der Fälschungen
europaweit bei 286.000 Stück. Im gleichen Zeitraum wurden in
Österreich 2.880 Fälschungen aus dem Umlauf sichergestellt, ein
Anteil von lediglich 1 % aller Fälschungen. Insgesamt wurden im
vergangenen Jahr 7.127 gefälschte Banknoten in Österreich eingezogen.
Und das, obwohl 2005 in Österreich 950 Mio. Stück Euro-Banknoten, das
sind um 18,7 % mehr als im Vorjahr, von der OeNB ausgegeben wurden.
Vergleicht man den Anteil der in Österreich sichergestellten
Fälschungen mit dem Anteil an der Wirtschaftsleistung (BIP-Anteil 3,1
%) des Euroraumes, sieht man, dass in Österreich relativ wenige
Fälschungen auftreten. Die Anzahl aller ATS-, Valuten- und
Euro-Fälschungen aus dem Umlauf liegt 2005 sogar auf dem niedrigsten
Stand seit der Euro-Einführung 2002. In Österreich besteht für
Privatpersonen kaum die Gefahr, mit Fälschungen in Kontakt zu kommen.
Im Jahr 2005 waren mehr als die Hälfte der Fälschungen EUR
50-Banknoten. Damit ging der Trend weg von den höheren hin zu den
niedrigen Denominationen. Europaweit sind sogar 84 % der gefälschten
Banknoten EUR 50- und EUR 20-Banknoten.
Stück Prozent Eur 5 51 0,7 % Eur 10 191 2,7 % Eur 20 728 10,2 % Eur 50 3.600 50,5 % Eur 100 1.372 19,2 % Eur 200 945 13,3 % Eur 500 240 3,4 % Gesamt 7.127 100 %
Diese Tendenz spiegelt sich auch beim Schaden wider, der 2005
durch Fälschungen entstanden ist. Dieser verringerte sich gegenüber
2004 um EUR 853.735,--, dies bedeutet ein Minus von 57 % .
Der Schwerpunkt des Falschgeldaufkommens liegt unverändert in und
um Wien. So traten 2005 53 % aller Fälschungen in der
Bundeshauptstadt und in Niederösterreich auf.
Stück Prozent Wien 2.939 41 % NÖ 875 12 % Tirol 758 11 % OÖ 644 9 % STMK 643 9 % SBG 430 6 % KTN 406 6 % VBG 241 3 % BGLD 191 3 % Gesamt 7.127 100 %
Neben dem guten Informationsstand der Bevölkerung zeigen die
neuesten Statistiken die hervorragende Zusammenarbeit zwischen OeNB,
BM.I und Staatsanwaltschaft.
Das Bundeskriminalamt setzt bei der Falschgeldbekämpfung auf
internationale Zusammenarbeit. Diese Strategie scheint, bei
Betrachtung der gegenwärtig rückläufigen Falschgeldzahlen, der
richtige Weg zu sein. 2005 gelang es durch die Einbindung von Europol
und Interpol mehrere in Europa operierende Falschgeld-Druckereien
auszuheben. Die Erfolge wirkten sich unmittelbar auf die
Kriminalitätslage Österreichs aus. Die Fahnder verzeichneten
beispielsweise nach der Schließung einer Produktionsstätte in Litauen
einen eklatanten Rückgang von 100-Euro-Fälschungen. Ein weiterer
Faktor für die positive Bilanz war die Zerschlagung einiger
Verteilerringe. So beschlagnahmten österreichische
Falschgeldermittler im letzten Jahr 4.771 gefälschte Banknoten im
Wert von EUR 1.148.640,--, noch ehe sie in den Verkehr gelangten.
Die Euro-Banknoten sind mit den modernsten Sicherheitsmerkmalen
ausgestattet. Anhand dieser Merkmale sind mittels der Methode
"FÜHLEN-SEHEN-KIPPEN" echte von falschen Banknoten leicht zu
unterscheiden. Diese Prüfschritte sind auf der Homepage www.oenb.at
beschrieben und können ohne technische Hilfsmittel durchgeführt
werden.
Die breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit sowie die
Schulungsaktivitäten der OeNB dienen dem sicheren Umgang mit dem
Euro. Immerhin ist das Bargeld - insbesondere bei Zahlungen bis
EUR 200,-- _ das gängigste Zahlungsmittel. Die OeNB wird auch heuer
wieder mit mehreren Aktivitäten, unter anderem Kooperationen mit
Medien und der Euro-Tour 2006 ihre Informationsoffensive fortsetzten.
Innerhalb der Oesterreichischen Nationalbank wurde ein Testzentrum
eingerichtet, in dem Banknotenbearbeitungs- und Banknotenprüfgeräte
entsprechend der Richtlinien der Europäischen Zentralbank getestet
werden. Dabei arbeitet das OeNB-Testzentrum eng mit den Herstellern
bzw. Vertreibern dieser Geräte, aber auch mit den Kriminaltechnikern
zusammen. Das Hauptanliegen des OeNB-Testzentrums ist es, nicht nur
die Gerätehersteller bzw. -vertreiber bei ihrer Entwicklung der
Geräte, sondern auch die Nutzer solcher Geräte zu unterstützen.
Nützlich sind nämlich nur jene Geräte, die permanent weiterentwickelt
und getestet werden, um dauernd vor Fälschungen geschützt zu werden.
Jeder Euro ist hart verdient, schauen wir auf unser Geld!
Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank
Sekretariat des Direktoriums /
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.Nr.: (++43-1) 404 20 DW 6666
http://www.oenb.at
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