ARBÖ: Autokosten schon mit Tempo 160 unterwegs

Für die allgemeine Teuerung galt 2005 lediglich Tempo 100

Wien (OTS) - "Während die Autokosten bereits mit Tempo 160 unterwegs sind, gilt für die allgemeine Inflationsrate Tempo 100," so umschreibt ARBÖ-Präsident Dr. Peter Rezar die trockenen Zahlen der Statistik Austria, wonach die Autokosten im vergangen Jahr 2005 (bis November) um 3,8 Prozent zugelegt haben, während die allgemeine Inflationsrate 2,4 Prozent ausmachte.

"Die Autokosten sind auf der Überholspur geblieben und stellen eine enorme Belastung der Pendler dar. Die geringe Erhöhung des Kilometergeldes seit Ende Oktober und die Anhebung der Pendlerpauschalen im neuen Jahr reichen bei weitem nicht aus, um die Teuerung bei den Autokosten auszugleichen," fügt Dr. Rezar hinzu und bekräftigt die berechtigte Forderung des ARBÖ nach einer weiteren Erhöhung des Kilometergeldes um 6 Cent und der Pendlerpauschalen.

Exorbitant verteuert haben sich im abgelaufenen Jahr nicht nur die Treibstoffe, sondern viele andere Kosten rund ums Auto, wie etwa die Kosten für Reparaturen, diverse Ersatzteile, Kfz-Haftpflichtversicherung und fürs Parken:

Nach Berechnungen des ARBÖ musste ein Autofahrer mit einem gebräuchlichen Modell (VW-Golf, Diesel, bei 20.000 gefahrenen Kilometern) im abgelaufenen Jahr Mehrkosten von insgesamt 242,50 Euro für Treibstoffkosten, Service- und Wartungskosten sowie an Haftpflichtversicherung berappen.

Unter der Kostenbelastung zu stöhnen hatten vor allem die Autofahrer von Dieselfahrzeugen. Diesel verteuerte sich um 18 Prozent, oder um 14 Cent pro Liter. Ein Teil dieser Preissteigerung war durch die Einführung von Biodiesel "hausgemacht". Aber auch Autofahrer mit Benzinfahrzeugen mussten pro Liter um 10 Prozent, oder 10 Cent mehr auf den Tisch legen, als im Jahr davor.

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