- 22.12.2005, 11:44:41
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Elternbefragung bestätigt große Betreuungslücken
Linz (OTS) - Verwundert zeigt sich die AK Oberösterreich über die
Jubelmeldungen von LH Pühringer, Landesrat Sigl und der LAbg.
Wageneder zur Elternfragung 2005. In Wahrheit offenbaren die
Ergebnisse einmal mehr große Lücken bei den Betreuungsangeboten,
insbesondere für Unter-Dreijährige und Volksschulkinder.
Aus Sicht der Eltern fehlen in Oberösterreich mehr als 9000
Betreuungsplätze. Damit ist diese Lücke noch größer als die von der
Statistik Austria vor drei Jahren erhobenen 8100 Plätze.
Darüber hinaus sollte zu denken geben, dass nur ein Viertel jener
Eltern, die ihre Unter-Dreijährigen ausschließlich selber betreuen,
sowie ein Drittel der Eltern von Volksschulkindern mit dieser
Situation zufrieden sind.
Etwa 2350 Eltern von Unter-Dreijährigen haben ihr Kind deshalb
nicht in Betreuung, weil kein Platz bzw. keine Betreuungseinrichtung
verfügbar ist. Das gleiche gilt für die rund 5500 Eltern von
Volksschülern.
2870 Eltern von Unter-Dreijährigen bzw. mehr als 8300 Eltern von
Volksschulkindern nehmen keine Betreuung in Anspruch, da das Angebot
zu teuer ist. 48.000 Eltern wünschen sich einen geringeren
Elternbeitrag. Hier besteht Handlungsbedarf für die verantwortlichen
Politiker/-innen. Gerade angesichts geringer Fraueneinkommen werden
hohe Elternbeiträge schnell zum Hemmnis für die
Frauenerwerbstätigkeit. Der berufliche Wiedereinstieg nach langen
Unterbrechungen wird immer schwieriger.
Insgesamt zeigen die bisher veröffentlichten Ergebnisse keine
Verbesserung der Situation gegenüber der Elternbefragung 2000. In
manchen Bereichen, z.B. Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder
Öffnungszeiten der Kindergärten, ist die Zufriedenheit gegenüber 2000
sogar zurückgegangen. Bereits vor fünf Jahren wurde der Wunsch nach
Betreuungsangeboten in den Ferien und geringeren Beiträgen von den
Eltern deutlich formuliert. Geschehen ist wenig bis gar nichts.
Die Fakten liegen seit langem auf dem Tisch und wurden durch die
Elternbefragung 2005 im Grunde ein weiteres Mal bestätigt. Nun müssen
endlich auch vom Land Oberösterreich die entsprechenden Taten gesetzt
werden.
Kontakt: Mag. Dominik Bittendorfer, Tel. 050/6906-2191
E-Mail: [email protected]
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Tel.: (0732) 6906-2182
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com
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