- 22.12.2005, 11:26:52
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"Elite-Uni": SPÖ weiterhin skeptisch
Broukal - "Mehr Informationen gefordert"
Wien (SK) - Für SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal ist es
interessant, dass bei der Pressekonferenz über die geplante
"Elite-Uni" hauptsächlich Konkretes über das Weizmann-Institut in
Israel zu erfahren war, aber nichts darüber, wie es mit der
Exzellenz-Universität weitergeht. Die SPÖ sei weiterhin skeptisch und
erwartet sich mehr Informationen. "Das Projekt befindet sich ja immer
noch in einem sehr frühen Stadium", so Broukal Donnerstag gegenüber
dem Pressedienst der SPÖ. ****
Für die SPÖ sind folgende vier Punkte wichtig:
Erstens: Die bestehenden Universitäten müssen ins Boot geholt werden.
Zweitens: Es muss ein Nebeneinander und nicht ein Gegeneinander der
Unis geben. Drittens muss das Versprechen, dass man einen
Doktorratsstudienplatz ohne Ansehen der persönlichen
Einkommensverhältnisse bekommt, gehalten werden. Und viertens muss
Gehrer ihr Versprechen, dass die Finanzierung einer "Elite-Uni" nicht
zu Lasten der bestehenden Unis geht und hauptsächlich private Gelder
herangezogen werden, einlösen. Der SPÖ-Wissenschaftssprecher
erinnerte daran, dass im "Strategiepapier" des Ministeriums
ausdrücklich festgehalten ist, dass die Finanzierung "nicht zu Lasten
der bestehenden Universitäten oder anderer wissenschaftlicher
Einrichtungen geht" und in die Finanzierung Private eingebunden
werden müssen.
Die SPÖ sei nach wie vor skeptisch, ob das Geld nicht bei den
öffentlichen Unis besser aufgehoben wäre und etwa jenen fünf
Universitäten zugute kommen sollte, die heuer mit einem Verlust
abgeschlossen haben. "Aber vielleicht lassen sich diese Fragen ja
klären. Falls die Regierung Wert auf die Zustimmung der Opposition
legt, muss sie zeitgerecht und offen informieren." Es dürfe sich
nicht das "unwürdige Schauspiel" beim Beschluss der
Zugangsbeschränkungen wiederholen, als die Regierungsparteien auf ein
Gesprächsangebot der Opposition von Mitte Juni mit hektischen
Aktivitäten ab 6. Juli geantwortet haben. (Schluss) cs
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at
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