• 22.12.2005, 09:57:15
  • /
  • OTS0038 OTW0038

Wiener Spendenparlament: Helfen mit Hirn

Weihnachten: 150 000 in Wien akut von Armut betroffen. "Wir brauchen mehr Stimmen für weniger Armut!"

Wien (OTS) - "Es hat mich sehr beeindruckt, wie viel Engagement
und Phantasie die einzelnen Sozialinitiativen aufwenden, um Menschen
aufzufangen, zu ermutigen und zu begleiten". Renate Schütz ist eine
Unterstützerin des Wiener Spendenparlaments. Die 60jährige
Pensionistin ist seit Gründung des Spendenparlaments mit dabei: " Als
Bürgerin dieser Stadt ist es mir nicht egal, wie es Menschen neben
mir geht.".

Wer mindestens im Jahr 75 Euro spendet, erwirbt einen Sitz im
Wiener Spendenparlament. In jährlichen Versammlungen wird gemeinsam
diskutiert und abgestimmt, welche sozialen Initiativen wieviel Geld
bekommen sollen. Dieses in Österreich einzigartige Projekt sammelt
"Stimmen gegen Armut" durch "Spenden mit Stimmrecht".

"Ich selbst habe ein Gefühl der Nähe für soziale Fragen in Wien
entwickelt.", erzählt Schütz. "Das Spendenparlament ist ein
"Mutmacher-Forum.", fasst sie ihre Erfahrungen zusammen. "Helfen mit
Herz und Hirn." Und schließt daran an: "Wir brauchen mehr Stimmen
für weniger Armut in Wien!" (www.spendenparlament.at)

Hauptschulabschluß für benachteiligte Jugendliche, die Betreuung
Aids-Kranker, Rechtsschutz für Frauen mit geringem Einkommen,
Deutschkurse für junge Flüchtlinge.

Das Wiener Spendenparlament unterstützte in seiner letzten
Versammlung im Wiener Rathaus den Hauptschulabschluß für
benachteiligte Jugendliche, die Betreuung Aids-Kranker, Rechtsschutz
für Frauen mit geringem Einkommen, Deutschkurse und ein Medienprojekt
für junge Flüchtlinge. Seit Gründung des Spendenparlaments vor sechs
Jahren wurden 100 000 Euro an 36 Projekte für Menschen in Not
vergeben. Es geht um die Verbesserung der Lebensbedingungen
benachteiligter Menschen. "Auch in Wien sind um die 150 000 Menschen
akut von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen.", berichtet
Diakonie-Sozialexperte Martin Schenk.

SchülerInnen engagieren sich gegen Armut

Unter den SpendenparlamentariererInnen engagieren sich auch drei
Wiener Schulen für Menschen in Not. "Wir haben 75 Euro gesammelt, uns
mit den Sozialprojekten vertraut gemacht, in der Klasse diskutiert
und abgestimmt", erzählt Katharina aus der 4b am Gymnasium
Schuhmeierplatz. Auch in der HBLA Reumanplatz und an der Hauptschule
Kinkplatz haben die jungen Leute soziale Fragen in ihren Klassen
öffentlich gemacht und sich mit Armut auseinandergesetzt.

Hauptschulabschlusskurse, die für die Betroffenen gratis angeboten
werden, wurden im Spendenparlament als entscheidende Investition in
die Zukunft Jugendlicher bewertet. Dass die Verfahrenshilfe nicht
automatisch den Rechtsschutz für Frauen mit geringem Einkommen
sicherstellt, bewog viele SpendenparlamentarierInnen für die
Unterstützung des Vereins Rechtshilfe zu stimmen. Menschen, die an
Aids erkranken werden vom Buddy-Verein betreut und begleitet. Und
junge Flüchtlinge schilderten im Spendenparlement wie wichtig die
freiwilligen und kostenlos angboten Deutschkurse für ihr Lernen sind.

Das Wiener Spendenparlament.

Stimmen gegen Armut!

Das Wiener Spendenparlament ist ein Projekt der Armutskonferenz.
(www.armut.at)

Rückfragehinweis:

Rückfragen Medien:
    
   Mobil: 0664/544 55 54
   
   Wr.Spendenparlament
   Tel.: 01/402 69 44
   www.spendenparlament.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ARM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel