- 21.12.2005, 13:12:32
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Kärntner Breitbandinitiative: Ein Modellprojekt für Europa
LH Haider präsentierte 1. Projekt des Kärntner Zukunftsfonds - Modell wird von EU-Kommission als Vorbild für Europa bezeichnet
Klagenfurt (LPD) - "Kärnten ist mit seiner Breitbandoffensive
Vorreiter in Österreich und Europa", hob heute, Mittwoch,
Technologiereferent Landeshauptmann Jörg Haider bei der Präsentation
des 1. Projektes des Kärntner Zukunftsfonds im Rahmen eines
Pressegesprächs im Amt der Kärntner Landesregierung hervor. Der
Zuschlag für die Dienstleistungskonzession für die Kärntner
Breitbandinitiative wurde an die Tele-kom Austria AG erteilt, die
sich mit acht Kärntner Regionalunternehmen zusammenschloss. Das
Investitionsvolumen beläuft sich auf 45 Millionen Euro, von denen
acht Millionen Euro das Land beisteuert.
"Kärnten ist das erste Bundesland, das den Anschluss an das
schnelle Internet in großen Schritten umsetzt", hob der
Technologiereferent die Bedeutung des zukunftsweisenden Projektes
hervor. Im Rahmen des Projektes und mit der Vergabe der
Dienstleistungskon-zession an die Telekom-Austria erfolgt nun
innerhalb eines Jahres die flächendeckende ADSL-Basisversorgung der
Kärntner Haushalte mit einem Internetzugang mit einer Bandbreite von
mindestens einem Megabit. "Damit erreichen wir eine flächendeckende
Versorgung von 97 Prozent der Zielorte", betonte Haider. In einer
zweiten Phase bis 2008 werde die Kapazität auf zehn Megabit erhöht.
"Vom Ausbau in der Phase zwei werden auch die vielen Kärntner Klein-
und Mittelbetriebe profitieren", so Haider. Diese höherwertige
Kapazität werde mindestens 90 Prozent der Kärntner Haushalte zur
Verfügung stehen.
Für den Technologiereferenten ist die flächendeckende Breitband
Internetversorgung ein weiterer Schritt in Richtung High-Tech-Land
Kärnten. Haider bedankte sich auch bei der Entwicklungsagentur
Kärn-ten und der Abteilung 7 des Landes für die guten Vorarbeiten und
erinnerte, dass das Kärntner Modell von der EU-Kommission als Vorbild
für Europa bezeichnet werde.
Albert Kreiner (Leiter Abteilung 7) teilte mit, dass die Kärntner
Breitbandinitiative, dass einzige Breitbandprojekt sei, das
EU-notifiziert sei und bei dem die Wertschöpfung im Land bleibe. Ein
Bestandteil des Projektes sei es auch, die Internet-Penetration in
Kärnten anzukurbeln. 700 Siedlungspunkte seien vom Bund vordefiniert,
und werden mit Bundesgeld erschlossen.
"Mit dem Start der Breitbandinitiative ist Kärnten seiner Zeit
voraus", hob der Geschäftsführer der Entwicklungsagentur Kärnten,
Peter Schark, die Bedeutung des Projektes hervor. Im sogenannten
"last-and best-offer" des Bestbieters seien die Anforderungskriterien
zum Teil sogar überschritten worden. Die Dienstleistungskonzession
bedeute keine Monopolisierung, sondern gewährleiste einen offenen
Zugang für alle Anbieter und Nutzer.
Der Regionalleiter der Telekom Austria AG Kärnten, Manfred Erian,
nannte die Breitbandinitiative ein Vorzeigeprojekt für Europa.
"Seitens des Landes wurde der richtige Schritt zum richtigen
Zeitpunkt gesetzt". Erian und der technische Regionalleiter der
Telekom Austria, Manfred Sellak, hoben auch den Multiplikationseffekt
für die Partnerfirmen, die heimischen Softwareunternehmen und den
Technologiepark hervor. "Der Hebeleffekt für die Kärntner
Softwarefirmen ist noch nicht absehbar", so Erian.
Der Zuschlag der Dienstleistungskonzession an die Telekom Austria
AG sei auch für die lokalen Netzbetreiber wichtig, da man die
Infrastruktur der Telekom nutzen könne, betonte Johann Pauer,
Geschäftsführer des Kabel TV St. Veit. Neben dem St. Veiter
Unternehmen sind weitere fünf Einzelunternehmen (Multimedia Jauntal,
Elektrotechnik Kleewein, Net4You, Happynet, Internetbreitband GMBH)
und zwei Unternehmensbranchen an der Kärntner Breitbandinitiative
beteiligt.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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