• 16.12.2005, 13:14:37
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Krainer: Skandalöse Reaktion Prölls auf Kollaudierungsbescheid für Temelin

Gleichgültigkeit von Pröll eines Umweltminister unwürdig - Pröll verhöhnt Bevölkerung

Wien (SK) - "Zum wiederholten Male nimmt Umweltminister Pröll den
offensichtlichen Bruch des Melker Abkommens ungerührt zur Kenntnis",
kommentierte SPÖ-Umweltsprecher Kai Jan Krainer die Reaktion Prölls
auf die offizielle Betriebserlaubnis für den ersten Block des AKW
Temelin. Im Melker Protokoll sei eindeutig festgeschrieben, dass eine
Kollaudierung erst dann erfolgen darf, wenn alle Sicherheitsbedenken
ausgeräumt sind, was aber nicht der Fall sei. "Pröll stellt der
tschechischen Regierung erneut einen Freibrief für einen
Vertragsbruch aus und bricht im Einvernehmen mit dieser das Melker
Protokoll. Dieses Verhalten des Ministers ist schlicht und einfach
skandalös", kritisierte Krainer am Freitag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst.. ****

Für den SPÖ-Umweltsprecher ist es "eine Verhöhnung der Menschen", die
in der Nähe des AKW Temelin leben, wenn Pröll den Dialog über
Sicherheitsfragen mit den tschechischen Behörden unabhängig von der
Betriebsgenehmigung weiterführen will. Bekanntlich weise das AKW
Temelin noch immer zahlreiche gravierende Sicherheitsmängel auf und
sei in den letzten fünf Jahren um nichts sicherer geworden. "Die
Gleichgültigkeit, die Pröll in Sachen Temelin an den Tag legt, ist
eines Umweltministers unwürdig. Pröll sollte daher den Titel
Umweltminister, den er bisher ohnehin nur ehrenhalber trug,
zurücklegen. Das wäre wenigstens ehrlich", erklärte der
SPÖ-Umweltsprecher abschließend. (schluss) ps

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

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