- 14.12.2005, 10:54:40
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Prets: Europäische Kommission legt neue Fernseh-Richtlinie vor
"Vorsicht bei weniger Regulierung und mehr Flexibilität geboten"
Wien (SK) - "Es ist vollbracht", sagte Kommissarin Reding gestern,
als sie nach zweieinhalb jähriger Vorbereitungszeit einen Entwurf für
die revidierte Richtlinie "Fernsehen ohne Grenzen" vorlegte.
"Vollbracht ist dieser Entwurf aber derzeit nur von Seiten der
Kommission. Das europäische Parlament, insbesondere der zuständige
Kulturausschuss, wird sich mit diesem Entwurf intensiv
auseinandersetzen. Das europäische audiovisuelle Modell, das den
Doppelcharakter audiovisueller Medien sowohl als Wirtschafts- als
auch als Kulturgut anerkennt, scheint nach diesem Entwurf doch ins
Wanken zu geraten", sagte SPÖ-Europaabgeordnete Christa Prets
Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
"Die Lockerung der quantitativen Werbeschränkungen wie die
Verringerung der Zeiten, die zwischen zwei Werbeblöcken liegen müssen
und die Genehmigung von Product Placements sind bereits viele
Angebote an die Wirtschaft. Wie hört sich beispielsweise ein Konzert
an, das in weniger als im 20 Minuten Takt durch Werbung unterbrochen
wird? Werden hier Wirtschafts- oder Kulturinteressen gewahrt? Wenn es
um eine Verringerung von Regulierungen und einen Ausbau der
Flexibilität geht, ist immer Vorsicht geboten. Es gilt, die Rechte
der Konsumenten ebenso stark zu verankern", so Prets.
"Die derzeit angedachten Mindestnormen im Bereich des
Jugendschutzes müssen auf jeden Fall umgesetzt werden", sagte Prets.
"Außerdem ist in dem Entwurf die oft gestellte Forderung des
Parlaments, alles zu unternehmen, um Medienkonzentrationen zu
verhindern und damit eine fixe Trennung zwischen Eigentum und
Kontrolle der Medien festzulegen, nicht enthalten", so Prets
abschließend. (Schluss) cs/mp
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at
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