Krainer kritisiert "Amputation" von EU-Chemikalienverordnung

Von REACH blieb nur RECH über

Wien (SK) - "Wie zu befürchten war, ist die EU-Chemikalienverordnung REACH nicht nur verwässert, sondern sogar amputiert worden", stellte SPÖ-Umweltsprecher Kai Jan Krainer zur heutigen Einigung beim EU-Sonderministerrat fest. Der SPÖ-Umweltsprecher bezog sich dabei auf den Umstand, dass die vom Europaparlament geforderte einheitliche Fünf-Jahres-Frist für die Zulassung gefährlicher Chemikalien im heutigen Kompromiss nicht vorgesehen ist. "Wieder einmal hat sich die Industrielobby durchgesetzt. Dass Wirtschaftsminister Bartenstein dies begrüßt, ist ja noch nachvollziehbar, aber die Freude von Umweltminister Pröll ist für mich völlig unverständlich", so Krainer am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Bei REACH gehe es vor allem darum, so Krainer, die Balance zwischen Umwelt-, Gesundheits- und Wirtschaftsinteressen zu wahren. "Was sich jetzt aber abzeichnet, ist, dass lediglich die Wirtschaft von der Änderung der Richtlinie profitieren wird und die Gesundheit der Menschen und der Schutz der Umwelt auf der Strecke bleiben", hielt der SPÖ-Umweltsprecher fest. Die geplante Richtlinie werde somit ad absurdum geführt. "Denn was nun übrig geblieben ist, ist nur mehr eine RECH-Richtlinie", stellte Krainer abschließend fest. (Schluss) ps

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